Bewohner in Heessen erleichtert

Aufatmen im Bomben-Haus: „Ich hatte Angst, wir müssten sterben“

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Beschauliches Wohnen im Grünen? Eine Explosion in diesem Haus hat jede Idylle zerstört. Unruhe aber gab es schon länger.

Der Bombenbauer von Heessen hat die Menschen in dem betroffenen Haus arg verunsichert. Dass er jetzt weg ist (wenn auch mit einem Knall), begrüßen sie sehr.

Hamm - Die Wahrscheinlichkeit, dass der 26-jährige Sprengsatz-Bastler zurück in das Wohnhaus an der Hohen Brede ziehen darf, dürfte bei Null liegen. Den besten Kündigungsgrund hat er sich wohl selbst geliefert. Für die weiteren Parteien im Haus bedeutet das großes Aufatmen. In Gesprächen mit unserer Redaktion wurde deutlich, dass die Bewohner in Angst und Unsicherheit lebten.

„Wir hatten immer das Gefühl, es könnte etwas passieren“, sagte eine Hausbewohnerin. „Ich hatte Angst, wir müssten sterben“, ergänzte ihr kleiner Sohn. „Wir haben seit Wochen gefährlich gelebt“, sagte ein anderer Anwohner. „Wir konnten nachts nicht schlafen, weil wir immer damit rechnen mussten, dass etwas passiert.“ Vor allem auch nachts sei der Mann immer wieder in den Keller gegangen. Anwohner vermuten, er habe dort mit Substanzen hantiert.

Am Mittwoch hatte die Polizei die Heessener um Mithilfe gebeten. Denn offenbar hatte der Sprengsatz-Bauer schon früher wiederholt mit selbst gebastelten Knallkörpern experimentiert und diese in Heessen gezündet.

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