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Nach Einweihung des Nordringparks: So geht es zwischen Innenstadt und Kanalkante jetzt weiter

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Von: Frank Osiewacz

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Der Nordringpark (Mitte) wurde aufwendig umgestaltet. Die weiteren Arbeiten rund um Park, Kanalkante und Übergang in die Innenstadt sind aber noch lange nicht abgeschlossen.
Der Nordringpark (Mitte) wurde aufwendig umgestaltet. Die weiteren Arbeiten rund um Park, Kanalkante und Übergang in die Innenstadt sind aber noch lange nicht abgeschlossen. © Hans Blossey

Der Nordringpark in Hamm ist eröffnet. So geht es jetzt mit Blick auf die Achse Marktplatz - Kanalkante weiter.

Hamm - Es war noch kein offizielles Wort zur Einweihung gesprochen, da hatten Bürger am Samstag den neu gestalteten Teil des Nordringparks schon für sich entdeckt: Kinder testeten die Spielgeräte, Eltern schauten ihnen von den zahlreichen Sitzgelegenheiten dabei zu und wieder andere suchten sich einfach ein ruhiges Schattenplätzchen. Die Bilder sprachen für sich: Der Park kam beim Publikum sehr gut an.

Herter: Entschlossen, dass Ort in gutem Zustand bleibt

Der Park sei eine „ganz, ganz wichtige Maßnahme für die Innenstadt“, sagte Oberbürgermeister Marc Herter dann im offiziellen Teil vor zahlreichen Besuchern aus Politik, Verwaltung, Handel, Verbänden und der Bürgerschaft. Das Ergebnis vierjähriger Planungs- und Umbauphase sei „qualitativ ein Quantensprung“, so der OB. Es sei richtig gewesen, hier für die Bürger zu investieren und einen „bisherigen Schattenort“, neu in Szene zu setzen. „Wir sind entschlossen, dass dieser Ort in einem guten Zustand bleibt“, sagte Herter.

Die Umbaukosten für den Park-Abschnitt belaufen sich laut Bauverwaltung auf knapp 1,4 Millionen Euro. Davon fließen als Fördermittel von Bund und Land knapp 1,1 Millionen Euro.

Übergang zum Schleusenplatz nächster Schritt

Der Park ist ein zentraler Baustein für die Verbindung zwischen Pauluskirche und der Kanalkante mit Schleusenplatz und Wassersportzentrum. Im nächsten Schritt soll der Übergang vom Park über die Adenauerallee gebaut werden. Ziel sei es, nach den Sommerferien, beziehungsweise zum Herbst damit zu beginnen, sagte Stadtbaurat Andreas Mentz. Die Ausschreibung gehe jetzt auf den Markt. In dem Zuge werden Kanäle und Fahrbahn der Adenauerallee zwischen Wasser- und Schifffahrtsamt und Hammonense erneuert. Für die Querung werde zunächst eine provisorische Mittelinsel eingebaut.

Im Herbst solle auch der Umbau der Kanalkante zu einem Freizeitort und zusammenhängenden Ganzen inklusive Steganlage für die Kanuvereine beginnen.

Klinkersteine im Nordringpark fehlen noch

In einem weiteren Abschnitt erfolge dann der Umbau der Museumsstraße zwischen Marktplatz und Nordring, erläuterte Mentz. Dieser Teil werde zur Fußgängerzone und sei für den Regelverkehr (ausgenommen Krankenfahrzeuge und Taxis) dann nicht mehr befahrbar. Ziel sei es, 2023 mit dem Umbau zu beginnen. Ein Förderantrag sei gestellt.

Optisch verbunden sind alle Bereiche von der Innenstadt durch einen einheitlichen Pflasterbelag. Obwohl die Planungs- und Bau-Teams im Nordringpark beste Arbeit geleistet haben, fehlt hier noch etwas: Die zu verbauenden Klinker-Steine sind sechs Monate im Verzug und fallen in die Rubrik „unterbrochene Lieferketten“.

Zahl der Sozialarbeiter soll aufgestockt werden

In Sachen Szenetreff und aufsuchender Sozialarbeit kündigte OB Marc Herter an, die Zahl der aufsuchenden Sozialarbeiterstellen zunächst auf drei zu verdoppeln. Der Rat solle darüber im Juni entscheiden. In einem weiteren Schritt sollen laut Herter über ein Landesprogramm zur Bekämpfung der Wohnungslosigkeit noch zwei Stellen entstehen.

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