Auseinandersetzung in Hammer Linienbus

Mutter der Bus-Schlägerin wegen Meineids verurteilt

Symbolbild Gericht4 Urteil Justiz
+
Das Amtsgericht Hamm hat eine meineidige Zeugin verurteilt.

Weil sie im Gerichtsverfahren gegen ihre eigene Tochter falsch geschworen hatte, ist eine 57-jährige Hammerin am Dienstag vor dem Hammer Schöffengericht zu einer Geldstrafe von 85 Tagessätzen à 25 Euro verurteilt worden. Das Gericht stufte das Verhalten der geständigen Frau nach Angaben einer Sprecherin als einen minder schweren Fall des Meineids ein.

Hamm – Der Prozess gegen die Tochter, die im August 2018 in einem Linienbus ausgerastet und zwei Senioren geschlagen, getreten und gebissen hatte, hatte in Hamm für reichlich Gesprächsstoff gesorgt. Die Attacke auf die beiden Rentner war wegen eines Streits um einen Sitzplatz im Bus erfolgt.

Täterin erhielt Bewährungsstrafe

Die junge Frau wurde im April 2019 vor dem Hammer Jugendschöffengericht zunächst zu einer Jugendstrafe von einem Jahr verurteilt. Im Berufungsverfahren vor dem Dortmunder Landgericht wurde die Strafe im August 2020 in eine Bewährungsstrafe wegen gefährlicher Körperverletzung umgewandelt.

In der ersten Verhandlung in Hamm hatte die jetzt verurteilte Mutter ausgesagt, mit angesehen zu haben, wie ihre Tochter im Bus selbst geschlagen und an den Haaren gezogen worden war. Das war offenbar gelogen gewesen, weshalb die 57-Jährige nun selbst auf der Anklagebank saß. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare