Mutmaßlicher Vergewaltiger aus Hamm zeigt vor Gericht Reue

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Mit einem umfassenden Geständnis hat vor dem Dortmunder Landgericht der Prozess gegen einen Hammer begonnen, der über Monate minderjährige Mädchen über Handy-Dienste zu sexuellen Handlungen genötigt und vergewaltigt haben soll.

Hamm/Dortmund – Insgesamt an drei Mädchen im Alter zwischen 8 und 13 Jahren hatte sich der 39-jährige nach eigenen Angaben heran gemacht, von ihnen Nacktaufnahmen und Videos mit sexuellen Handlungen erfolgreich eingefordert. Wenn sich die Kinder nicht willig zeigten, drohte er damit, die Aufnahmen ins Netz zu stellen oder die Eltern zu informieren.

Gegenüber einer Zwölfjährigen gab er sich als ein 15-jähriges lesbisches Mädchen aus und animierte das ahnungslose Kind, wechselseitig mit ihr Nacktfotos und Aufnahmen von sexuellen Handlungen auszutauschen. Bei einer 13-jährigen kam es zu ähnlichen Vorfällen, erweitert durch sexuelle Handlungen einer achtjährigen Cousine der 13-jährigen, die für einige Szenen auf Weisung des Unbekannten an den gewünschten Handgriffen und Posen beteiligt war.

Den Kindern wurden wiederholt konkrete sexualisierte Handlungen wie das Einführen von Gegenständen in den Körper vorgegeben. Der Angeklagte erklärte in seinem Geständnis, dass im Tatzeitraum in seinem Leben einiges schief gegangen sei, seine Freundin sei fremd gegangen, er habe damals keine Arbeit gehabt und habe den ganzen Tag über viel getrunken.

„Dies alles ist aber keine Entschuldigung oder Erklärung. Es tut mir wirklich leid.“

Auf intensives Nachfragen des Vorsitzenden Richters Ulf Pennig nickte der Hammer auf die Frage, ob er pädophile Neigungen habe und sich sexuell zu Kindern hingezogen fühle. Bei seiner Festnahme wurden in seiner Wohnung in Hamm Dutzende von kinderpornographischen Fotos und Videos gefunden. Sie zeigen laut Staatsanwaltschaft zum Teil erst zwei Jahre alte Kinder, die schreiend vor Schmerzen sexuelle Übergriffe erdulden müssen.

Seit Dezember vergangenen Jahres sitzt der Hammer in Untersuchungshaft. Der Prozess wird am 12. Juni fortgesetzt.

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