Indizien sprechen für Täterschaft

Mutmaßlicher Kioskräuber vom St.-Georg-Platz bleibt in Untersuchungshaft

Der mutmaßliche Kioskräuber vom St.-Georg-Platz bleibt weiterhin wegen dringenden Tatverdachts in Untersuchungshaft.
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Der mutmaßliche Kioskräuber vom St.-Georg-Platz bleibt weiterhin wegen dringenden Tatverdachts in Untersuchungshaft.

Der mutmaßliche Kioskräuber vom St.-Georg-Platz bleibt weiterhin wegen dringenden Tatverdachts in Untersuchungshaft. Das entschied jetzt die zuständige Strafkammer am Dortmunder Landgericht und wies damit die Anträge von Verteidiger Possemeyer und Staatsanwaltschaft Schepers als unbegründet zurück.

Hamm/Dortmund –  Nach dem Ergebnis der bisherigen Beweisaufnahme, so der Vorsitzende Richter Röcken, sprächen viele Indizien für die Täterschaft des 45-jährigen Hammers.

Zusammen mit einem ebenfalls drogensüchtigen Freund soll er am 12. Juli den Kiosk überfallen und rund 300 Euro erbeutet haben. Ihm drohe daher wegen schweren Raubes und gefährlicher Körperverletzung eine empfindliche und mehrjährige Gefängnisstrafe, so Röcken. Daher sei die Wahrscheinlichkeit, dass er bei einer Entlassung aus der Untersuchungshaft fliehe und als Süchtiger irgendwo in der Drogenszene untertauche, entsprechend hoch.

Erdrückende Beweise

Ausführlich begründete Röcken die belastenden Beweismittel, die im Verlauf der mehrtägigen Beweisaufnahme die mutmaßliche Schuld des vielfach und einschlägig vorbestraften Mannes belegten. Wechselseitige Handymitteilungen zwischen dem Angeklagten und seinem mittlerweile verhandlungsunfähigen Mittäter sprächen eine deutliche Sprache. Auch ein am Tatort gefundenes Nummernschild eines Rollers führe zu dem Angeklagten. Der vermummte Täter war auf einem Roller geflüchtet, zwischendurch aber gestürzt. Der Angeklagte, dem der Roller angeblich kurz vorher gestohlen worden war, war später mit frischen Knieverletzungen festgenommen worden.

Keine Entlastung bei Tatbeteiligung

Dass er von Tatzeugen nicht wiedererkannt worden sei, liege an der Maskierung des Mannes, der Dunkelheit der Tatnacht und dem schnellen Tatgeschehen, sei also keinerlei Entlastungsaspekt für seine Tatbeteiligung. Äußerlich regungslose verfolgte der Angeklagte die Ausführungen des Gericht, die eine Verurteilung zu einer mehrjährigen Gefängnisstrafe nun immer wahrscheinlicher machen.

Im Prozess um den bewaffneten Raubüberfall auf einen Kiosk am St.-Georg-Platz sah es vor einigen Wochen noch recht gut aus für den schweigenden Angeklagten: Erneut hatte ein Zeuge ein völlig anderes Täterprofil beschrieben und der Angeklagte hatte ein Alibi für die Tatzeit.

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