Hilfe im Alltag

Schwere Muskelkrankheit: Familie von kleiner Stella braucht noch 10.000 Euro

Stella Heiermann und ihre Mama Danielle kämpfen für ein rollstuhlgerechtes Auto
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Stella Heiermann und ihre Mama Danielle kämpfen für ein rollstuhlgerechtes Auto

Seit fast neun Monaten kämpft Familie Heiermann aus Hamm nun schon um jeden Cent. 10 000 Euro fehlen jetzt noch zum neuen rollstuhlgerechten Auto für Tochter Stella. Die Vierjährige leidet an Spinaler Muskelatrophie Typ 2. Dabei verkümmern die Muskeln, sie kann nicht laufen, geistig ist sie aber topfit und bereit, die Welt zu erkunden.

Trübsal blasen steht bei Stella so gar nicht auf der Tagesordnung. Wenn es mit dem Laufen nicht klappt, dann krabbelt sie eben. Zusammen mit den zwei Hunden und Katzen flitzt sie durch die kleine Wohnung in Westtünnen. „Wir haben hier einen kleinen Zoo“, sagt Mutter Danielle lachend. Sie ist sich sicher, die Tiere helfen Stella. „Sie hatte eine Phase, da wollte sie nicht mehr krabbeln, aber die Hunde haben sie motiviert.“ Auf allen Vieren kommt die Vierjährige in der Wohnung schnell voran, wenn es vor die Türe geht, hat sie einen kleinen Rollstuhl. Auf dessen Rädern sind aktuell noch Winnie Puuh und seine Freunde zu sehen. „Aber bald bekomme ich einen neuen“, erzählt sie stolz. Der ist dann genau wie Stella wieder ein Stück größer.

Stella Heiermann leidet an Spinaler Muskelatrophie Typ 2. Dabei verkümmern die Muskeln - die Patienten sind aber geistig topfit.

So schön das ist, stellt es die Familie auch wieder vor neue Herausforderungen, denn das Familienauto ist nicht rollstuhlgerecht, es hat weder eine Rampe noch genug Platz im Kofferraum für einen größeren Rollstuhl.

Belastung für den Rücken

So gern sie es würde, „Stella hat nicht die Kraft in den Beinen, um selbst von ihrem Rollstuhl in den Kindersitz zu klettern“, erklärt Mutter Danielle. Deshalb muss die zierliche Frau jedes Mal zunächst ihre 15 Kilo schwere Tochter und dann den 12 Kilogramm schweren Rollstuhl ins Auto heben. Eine Belastung, die sich schon häufiger durch Rückenprobleme bemerkbar gemacht hat. „Ich hatte vor Kurzem einen schlimmen Hexenschuss, da konnte ich sie gar nicht heben“, erklärt sie.

Das soll sich durch das neue Auto ändern. Dort soll ein Lift eingebaut werden über den Stella selbstständig in den Wagen gelangen und dort in den Kindersitz gesetzt werden kann. Doch so ein Auto ist nicht günstig: 47 000 Euro soll es kosten, die Krankenkasse übernimmt die kosten nicht. 37 000 Euro hat die Familie durch Spenden mittlerweile zusammen, doch so langsam stößt sie an ihre Grenze.

Spenden sind möglich

Spenden können mit Verwendungszweck „Stella“ auf ein Konto der Deutschen Muskelstiftung überwiesen werden. Diese zahlt das Geld in der Regel nicht direkt an Familien, sondern an die Leistungserbringer – also etwa an ein Autohaus, wenn von der Spende ein Auto gekauft werden soll. Kontoinformationen: DE11 6602 0500 0008 7390 00 (Bank für Sozialwirtschaft, Kontoinhaber: Deutsche Muskelstiftung)

„Wir haben alle Stiftungen durch, von sieben haben wir eine Zusage erhalten, von den anderen Absagen“, erklärt Danielle Heiermann. Allen geplanten Spendenaktionen hat das Coronavirus einen Strich durch die Rechnung gemacht, so musste zum Beispiel auch der Spendenlauf abgesagt werden. Zudem hat Mutter Danielle durch die Coronakrise ihren Job verloren. Und die Zeit sitzt ihnen im Nacken: Die Zusagen der Stiftungen sind zeitlich begrenzt, eine Anfrage musste bereits wiederholt werden, zwei laufen im Oktober aus.

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