Musik in Hamm: Teilnahme an „Jekits“ wird deutlich günstiger

Vorspiel von Jekits-Schülern
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Jekits-Schüler beim Vorspielen. (Symbolbild)

Die Teilnahme von Schülern am „Jekits“-Programm wird für betroffene Familien in Hamm günstiger. Auch darüber hinaus gibt es viel Neues zum Thema Musizieren in Hamm.

Hamm – Zahlreiche Gründe gibt es für die Änderung der Satzung der städtischen Musikschule, die der Ausschuss für Kultur, Kreativwirtschaft und Städtepartnerschaft auf seiner jüngsten Sitzung dem Rat empfohlen hat: Gesetzesänderungen des Landes, die Corona-Pandemie, das Projekt „Jedem Kind Instrumente, Tanzen, Singen“ (Jekits) und schlichtweg aktuelle Entwicklungen. Ebenfalls empfohlen wurde die Änderung der Musikschul-Gebührensatzung.

Jekits ist bisher noch nicht in der Satzung aufgeführt, sondern noch das Vorgänger-Projekt „Jedem Kind ein Instrument“ (Jeki). Jekits wird ab dem kommenden Schuljahr landesweit sukzessive von einer zweijährigen auf eine vierjährige Laufzeit umgestellt; damit kommen die i-Dötze während ihrer gesamten Grundschulzeit „automatisch“ in den Genuss dieser Zusatzausbildung, die landesweit lediglich in den ersten beiden Klassen durchgeführt wurde und – nur in Hamm – in den Klassen 3 und 4 als „Jekits Plus“ fortgeführt wurde. Die Gebühren für Jekits sollen ab 1. August von zurzeit 420 auf dann 276 Euro jährlich sinken.

Außerdem wurde das Kinderbildungsgesetz (Kibiz) geändert, sodass Elementares Musizieren beziehungsweise Elementarer Musikunterricht nicht mehr in Kindertageseinrichtungen angeboten werden darf. Der entsprechendes Passus musste angepasst werden, denn stattdessen sind nun Kooperationen zwischen Kindertageseinrichtungen und Musikschulen erlaubt.

Erfahrungen mit dem Lockdown

Eine weitere Sparte von Kooperationspartnern kommt neu hinzu: stationäre Senioreneinrichtungen. Wie Bernd Smalla, der mittlerweile pensionierte ehemalige Musikschulleiter, bei seiner Verabschiedung gesagt hatte, habe sich erwiesen, dass speziell Menschen mit demenziellen Veränderungen durch das Musizieren ein Stück Lebensfreude zurückgewinnen.

Und schließlich finden die Erfahrungen mit dem Lockdown während der Corona-Pandemie ihren Niederschlag in der Satzung, als der Präsenzunterricht lange Zeit verboten war. Weil auch künftig mit Einschränkungen gerechnet werden müsse, seien alle Lehrkräfte mit digitalen Endgeräten ausgestattet und im Hinblick auf digitalen Unterricht fortgebildet worden. „Im Zuge der weiteren Digitalisierung in allen gesellschaftlichen Bereichen strebt die Musikschule auch unabhängig von Pandemielagen die pädagogisch sinnvolle Entwicklung hybrider Unterrichtsformen an, bei der die persönliche Begegnung zwischen Lernenden und Lehrenden die pädagogische Grundlage bildet und durch mediale Unterstützung ergänzt wird“, heißt es in der empfohlenen Vorlage.

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