ASH, HSC, Stadtwerke und McDonald’s richten Appelle an Burger-Fans

Murren über Mäcces-Müll - Aktion gegen Ekel-Verhalten

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Der Müll im Umfeld von McDonald’s in Berge ist schon lange ein Thema. Das Unternehmen startete nun eine Banner- und Flyer-Aktion, um für das Thema zu sensibilisieren. Das Bild zeigt von links: Franchisenehmerin Ingrid Ton, Restaurantmanager Amir Saeed, Bezirksleiter Konstantinos Kyssidis und Restaurantmanagement-Assistentin Melike Celikoglu.

Mit einer konzertierten Aktion sollen in Hamm McDonald's-Kunden eingefangen werden, die ihren Müll überall im Umfeld hinterlassen. Mit dabei sind der ASH, der HSC, die Stadtwerke und der Burger-Bräter selbst.

Berge – Leere Getränkebecher und Burgerverpackungen am Rande der Werler Straße und in Höhe von „Kley“, Essensreste auf dem Areal des Hammer Sportclubs und jede Menge Fast-Food-Tüten auf dem Parkplatz des Freibads Süd: Fast jeden Morgen ist der Anblick im Bereich rund um das McDonald’s-Restaurant derselbe – trotz erster Maßnahmen. Hinnehmen möchte die Situation nun aber keiner der Beteiligten mehr. Mit einer Aktion soll nun auf das Thema aufmerksam gemacht werden.

Das Problem ist seit Jahren bekannt. Vor allem jüngere Leute bestellen sich besonders abends oft erst am Drive-In-Schalter des amerikanischen Fast-Food-Riesen ihr Essen und fahren damit dann zum Gelände des Südbads und dem angrenzenden Areal des Hammer Sportclubs. An sich wäre das auch nicht allzu schlimm, wenn sich die Menschen in den Autos benehmen würden. Doch das tun nicht alle. Stattdessen wird oftmals der Müll bei erster Gelegenheit einfach aus dem Autofenster geworfen – obwohl vor Ort etliche Mülleimer vorhanden sind.

Gerade jetzt in Corona-Zeiten sei es besonders schlimm, findet HSC-Geschäftsführer Kai Hegemann. „Unser Hausmeister muss jeden Morgen los und den Müll wegmachen“, sagt er. Dabei zeigt sich aber auch, dass die Nutzer des Drive-In-Schalters von McDonald’s nicht die einzigen Umweltsünder sind. Denn auch Essensverpackungen von anderen Speiselokalen – darunter immer wieder auch ein China-Restaurant – seien dort genauso zu finden wie benutzte Kondome und anderer Müll.

McDonald's schickt mittlerweile jeden Tag Mitarbeiter los, die den Müll der Nutzer ihres Drive-In-Schalters aufsammeln.

Situation aus diesen Gründen schlimmer als sonst:

Schlimmer als sonst sei die Situation zurzeit auch deshalb, weil der Sportbetrieb auf dem Areal erst langsam wieder hochgefahren wird und anders als üblich am späten Abend kaum noch jemand vom Verein vor Ort ist. Kein Wunder also, dass auch Vandalismus keine Seltenheit dort ist. „Erst kürzlich haben wieder Leute versucht, eine Tür aufzubrechen“, sagt Hegemann.

Was den Müll angeht, hat sich aber etwas getan. Denn schon seit Monaten schickt McDonald’s jeden Tag einen bis zwei Mitarbeiter los, die im Umfeld des Fast-Food-Restaurants den Abfall aufsammeln. Dass dies eine Wirkung erzielt hat, haben auch die Stadtwerke bemerkt. „Die Situation ist besser geworden“, bestätigt Sprecherin Cornelia Helm. Die Crux: Wie Kai Hegemann vom HSC allerdings feststellt, werde dabei aber auch der Unrat mitgenommen, der auch McDonald’s zuzuordnen sei. Franchisenehmerin Ingrid Ton weist darauf hin, dass die tägliche Müllbeseitigung sehr personalintensiv sei.

Müll-Kunden: McDonald's startet einmalige Aktion

Deshalb schlage McDonald’s nun eine andere Richtung ein und habe eine für die Region einmalige Aktion gestartet: Neben großen Bannern und zahlreichen Plakaten im Umfeld der Filiale werden am Drive-In-Schalter nun neben dem Essen auch Flyer an die Autofahrer ausgeteilt. Unter dem Motto „Ein großer Wurf. Du schmeißt es rein – wir machen den Rest“ ruft McDonald’s deutlich zum Benutzen der Mülleimer auf. „Wir wollen aufmerksam machen und uns für eine saubere Umwelt einsetzen“, sagt Ingrid Ton und fügt hinzu, dass es auch „etwas mit Respekt zu tun“ habe. Auch sei man schon seit längerem im Austausch mit dem Abfallwirtschaft- und Stadtreinigungsbetrieb (ASH).

Dessen Geschäftsführer Reinhard Bartsch sagt zum Thema: „Es ist wichtig, dass wir in dieser Sache an einem Strang ziehen – und damit meine ich nicht nur den ASH und McDonald’s, sondern auch die Menschen, die den Freibad-Parkplatz oder eine andere Stellfläche frequentieren, um ihr Essen zu verzehren.“

Eine Gesamtlösung wünscht sich nicht nur Kai Hegemann vom HSC, sondern auch Ingrid Ton von McDonald’s. „Wir bleiben an dem Thema dran“, verspricht sie und regt an, alle Beteiligten an einen Tisch zu holen und dann eine gemeinsame Lösung zu finden.

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