Stadt stellt kompletten Bestand zur Verfügung

Maskenpflicht in Hamm: Das kommt auf Händler und alle Bürger zu

Trendsetter in Pelkum: Alltagsfrau Gerda und ihr Hund Rüdiger tragen schon seit mehreren Tagen einen Mundschutz - obwohl sie nicht einmal künftig müssten. Sie gehen mit gutem Beispiel voran, also.
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Trendsetter in Pelkum: Alltagsfrau Gerda und ihr Hund Rüdiger aus Pelkum tragen schon seit mehreren Tagen einen Mundschutz - obwohl sie nicht müssten. Sie gehen also werbewirksam mit gutem Beispiel voran.

[Update] Die am Mittwoch beschlossene Maskenpflicht trifft ab dem kommenden Montag, 27. April, auch alle Menschen in Hamm. Der Mundnasenschutz muss ab dann beim Einkaufen, in Bussen und auch in Behörden getragen werden. Damit soll die Corona-Ansteckungsgefahr weiter verringert werden.

Hamm - Die Pflicht, den Mund- und Nasenbereich zu bedecken, gilt dann eben dort, wo das Corona-Abstandsgebot nicht sicher eingehalten werden kann. Statt einfacher oder professioneller Masken darf zum Beispiel auch ein Schal oder ein Tuch genutzt werden, um die Möglichkeit eine Infektion anderer Personen zu verringern, erklärte Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann am Mittwochnachmittag in einem Pressegespräch. Froh, dass diese Vorgabe nun landesweit verbindlich sei, nannte der OB folgende Hamm-spezifische Aspekte:

  • Ohne einen Mundnasen-Schutz ist das Betreten von Geschäften, Bussen und städtischen Gebäuden verboten. Wer das nicht leisten kann oder will, muss draußen bleiben.
  • Die Unternehmen sind zur Einhaltung der Vorgabe verpflichtet. Sie können aber auch selbst Masken an ihre Kunden ausgeben (siehe Infos weiter unten).
  • In den Bussen sind die Fahrgäste selbst verantwortlich. Sie würden im Zweifel aber von den Fahrern stehen gelassen, macht Hunsteger-Petermann deutlich.
  • Die Stadt Hamm wird ihren kompletten Bestand von mehreren hunderttausend Masken herausgeben - eine "freiwillige Leistung", wie Hunsteger betont. Eine große Zahl weiterer einfacher Masken werde nächste Woche nachbestellt.
  • Am Donnerstag und Freitag werden Mitarbeiter der Stadt Masken an alle nicht versorgten Schüler in den Bussen verteilen, am Montag dann an alle anderen Fahrgäste.

    Alle Schüler werden ab Donnerstag mit einer so genannten FFP1-Maske ausgestattet. Sie gehen in ihr Eigentum über.

Angebot für alle Händler

  • Allen rund 850 Hammer Einzelhandelsbetrieben bietet die Stadt an, für Mitarbeiter und Kunden Schutzmasken zum Stückpreis von 50 Cent zu erwerben. Interessierte Händler können diese ab Donnerstag per Mail an logistik@stadt.hamm.de bestellen. Angegeben werden muss der Firmennamen, die Betriebsgröße, die gewünschte Menge und die gewünschte Abholzeit. Ausgegeben werden die Maske im Ausländer- und Flüchtlingsamt im Glunzdorf, und zwar möglichst schon ab Freitag.
  • Der OB hält die Verteilung über die Geschäfte für "die beste Idee". So würden etwa fragwürdige Szenen wie in Dresden vermieden, wo Interessierte kürzlich ohne Abstand in langer Reihe vor der Ausgabe gewartet hatten. Hunsteger: sprach von einem "großen Kraftakt" der Stadt, der Ruhe in die Diskussion bringen solle: "Niemand kann dann behaupten, er habe keine Maske bekommen."

Vorgabe wird kontrolliert

  • Mindestens zum Start am Montag und Dienstag sollen die Mitarbeiter des Kommunalen Ordnungsdienstes (KOD) die Einhaltung der Mundschutzvorgabe in Hamm kontrollieren. Sie sollen sich anfangs auf Mahnungen beschränken, bei weiterer Nichtbeachtung aber auch Bußgelder verhängen. Deren Höhe muss noch in einem Landeserlass bestimmt werden.

Für erklärende Informationen zu Schutzmasken klicken Sie hier auf diesen Link. Für den Privatgebrauch lassen sich Behelfsmasken übrigens aus Stoffresten fertigen - mit einem Klick auf diesen Link erfahren Sie mehr.

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