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Moschee-Verein will ab Frühjahr 2013 bauen

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HERRINGEN ▪ Zum Ende des ersten Quartals 2013 – so der Stand heute – möchte der Moschee-Verein an der Dortmunder Straße mit dem Neubau der Ulu-Moschee beginnen. Diesen Termin nannte Sprecher Dr. Cevdet Gürle auf Nachfrage seiner Bezirksvertreterkollegen im Rahmen der Bezirksvertretersitzung.

Bis jedoch seitens der Stadt die Baugenehmigung erteilt werden kann, müssen noch einige planungsrechtliche Hürden gemeistert werden. Dazu gehört auch der Bebauungsplan „Dortmunder Straße/Westlich Zechenweg“. Einstimmig wurde er gestern von der Bezirksvertretung Herringen und mit ihm die Änderung des Geltungsbereichs gegenüber dem Aufstellungsbeschluss sowie die öffentliche Auslegung empfohlen. Beschlussorgan ist allerdings der Rat, der sich am Dienstag, 18. September, zu seiner nächsten Sitzung trifft.

Bei der Diskussion im Bezirk kamen die Politiker unter anderem auf den Altbau an der Dortmunder Straße zu sprechen, der laut Vorlage „mit Fertigstellung der neuen Moschee abgebrochen werden soll“. Dieser Punkt war SPD-Fraktionschef Otto Ernst Dudek und SPD-Ratsherr Franz

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Tillmann besonders wichtig. Gürle (Pro Herringen) betonte, dass man den Altbau auf jeden Fall abreißen werde. Nur einen Zeitpunkt konnte er noch nicht nennen. Man wolle die neue Moschee zwar möglichst schnell errichten und hier keine Dauerbaustelle haben. „Der Zeitplan hängt aber vor allem von den Spenden ab“, so Gürle. Man könne in zwei, aber auch erst in vier oder sechs Jahren fertig sein. Zwischen dem ersten Spatenstich und der Einweihung der Yunus-Emre-Moschee in Heessen seien sogar zehn Jahre vergangen. Ein Abriss der alten Moschee an der Dortmunder Straße sei erst nach Fertigstellung des Neubaus möglich. „So lange benötigt ihn die Gemeinde noch.“

Für „Irritationen“ bei den Bezirkspolitikern sorgte in diesem Zusammenhang eine weitere Aussage im Bebauungsplan, dass entlang der Dortmunder Straße „ein neuer Baukörper errichtet werden soll“. Dieser kann aber nur in östlicher Richtung entstehen. Denkbar seien zum Beispiel Wohnungen und Büros, nicht aber Vergnügungsstätten, erklärte Stadtplaner Andreas Mentz. Der westliche Teil der jetzigen Moschee werde allerdings nicht wieder überbaut. Die Sicht von der neuen Moschee zum gegenüberliegenden Lippepark solle nicht verbaut werden.

Karl-Heinz Scholz (SPD) sprach schließlich noch einmal die Parkplatzsituation an. Mit Baubeginn würden etliche Parkplätze auf dem Moscheegelände wegfallen. Er wolle daher wissen, was dann mit den Besucherparkplätzen passiert. Hier sei, so Mentz, der Bauherr in der Pflicht. Während der Bauphase müsse er Stellplätze für die Moscheebesucher vorhalten – und zwar auf der Freifläche am südlichen Zechenweg, wo sowieso 57 Parkplätze entstehen sollen. Es sei denkbar, dass diese Maßnahme als Nebenbestimmung für die Baugenehmigung deklariert wird, meinte er.

Geplant ist eine neue Moschee mit insgesamt 515 Betplätzen, 348 im Erdgeschoss und 167 im Obergeschoss. Hinzu kommen 308 Plätze im Veranstaltungsraum im Untergeschoss. Weitere markante Merkmale sind fünf Kuppel sowie zwei maximal 27 Meter hohe Minarette. ▪ stg

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