Zwölf Jahre danach

Mordfall Monika: Hammer Polizei arbeitet am Cold Case

Fund nach zwei Wochen: Am Sachsenweg wurde die Leiche entdeckt.
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Fund nach zwei Wochen: Am Sachsenweg wurde die Leiche entdeckt.

Der Mordfall Monika jährt sich in der Nacht zu Sonntag zum zwölften Mal. Die aus Ungarn stammende Prostituierte, die auf einem Straßenstrich in Hamm anschaffen ging, wurde 32 Jahre alt. Von ihrem Mörder fehlt bis heute jede Spur.

Hamm - Ein Taxifahrer, der am 6. Juni 2009 um kurz nach Mitternacht die Heessener Straße entlangfuhr, ist der letzte bekannte Zeuge, der die Frau noch lebend sah. Polizei und Staatsanwaltschaft gehen davon aus, dass die Frau noch in der Nacht zu jenem Pfingstsamstag zu einem Freier ins Auto stieg und erdrosselt wurde.

Der Leichnam wurde erst knapp zwei Wochen später, am 18. Juni 2009, von zwei Spaziergängern, die mit einem Hund unterwegs waren, in der Nähe des Sachsenwegs in Heessen in einem Gebüsch entdeckt.

Vier Personen gerieten im Lauf der folgenden Monate in den Fokus der Mordkommission, jedes Mal zerschlugen sich die Verdachtsmomente. Eine wirklich heiße Spur gab es in dem Fall nie.

Mordfall Monika: Spielende Kinder finden vermisste Dinge

Das änderte sich auch nicht, als spielende Kinder im März 2010 am anderen Ende der Stadt auf dem Gelände des Gartenbaubetriebs Kley an der Ostdorfstraße die rote Tasche und die weiße Jacke der Ermordeten fanden. Zweimal wurde der Fall in der Folge vom Fernsehen aufbereitet, ohne dass auch das die Ermittler dem Ziel näher brachte.

Im August 2011 ging der letzte Hinweis bei der Polizei ein. Weil eine Mordtat im deutschen Strafrecht nicht verjährt, ist das Ermittlungsverfahren weiterhin nicht eingestellt. Einmal im Jahr wird die Akte routinemäßig geprüft und fürs nächste Jahr auf Wiedervorlage gelegt. Zuletzt geschah dies im März 2021.

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