Mordfall Monika an Heessener Straße bleibt ungeklärt

Am 18. Juni 2009 wurde der Leichnam entdeckt und der Fundort von der Spurensicherung untersucht.
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Am 18. Juni 2009 wurde der Leichnam entdeckt und der Fundort von der Spurensicherung untersucht.

HAMM -  Seit vier Jahren wandelt ein Mörder unentdeckt auf Hammer Straßen. Möglicherweise jedenfalls. Denn ob der Mann, der in der Nacht vom 5. auf den 6. Juni 2009 die ungarische Prostituierte Monika an der Heessener Straße in sein Auto lockte und erdrosselte, aus Hamm oder vielleicht doch einem der Nachbarorte stammte, ist bis heute ein Geheimnis für die Ermittler geblieben.

Wie so vieles in dem Fall, der als Mordfall Monika auch in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY...ungelöst“ für ein Millionenpublikum nacherzählt wurde und doch nicht aufgeklärt werden konnte.

Am Dienstag jährte sich zum vierten Mal jener Tag, an dem Spaziergänger den Leichnam der 32-jährigen Frau zufällig in einem Gebüsch in der Nähe des Sachsenrings entdeckten. Der Täter soll ihn dort noch in der Tatnacht abgelegt haben. Weil seitdem bereits 13 Tage vergangen waren, standen die Ermittlungen von Beginn an unter schlechten Vorzeichen – verwertbare Spuren wurden nicht entdeckt.

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Ein vager Tatverdacht zerschlug sich ebenfalls recht bald. Leichte Hoffnung keimte erst wieder auf, als im März 2010 spielende Kinder die rote Handtasche der Prostituierten auf dem Gelände der Gartenbaufirma Kley fanden. Wenige Tage später wurde dort auch ihre weiße Lederjacke gefunden. DNA-Analysen wurden angefertigt, führten aber ebenfalls nicht zum Ziel.

„Alle Untersuchungen sind abgeschlossen“, sagte gestern Staatsanwältin Barbara Cuntze. Der letzte Hinweis, dem Ermittler nachgegangen seien, stammte aus dem Juni 2012. Auch diese Spur verlief im Sande. - fl

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