Prozess-Neuauflage beginnt

Mord auf Hammer Straßenstrich: Täter soll lebenslang büßen

Mord an Prostituierter auf Straßenstrich in Hamm-Heessen: Angeklagter vor Gericht.
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Der Angeklagte während des erstens Gerichtsverfahrens in Dortmund.

Vor dem Dortmunder Schwurgericht wird ab Mittwoch zum zweiten Mal der gewaltsame Tod einer Prostituierten auf einem Hammer Straßenstrich verhandelt.

Hamm/Dortmund – In einem ersten Prozess war ein heute 26-jähriger Syrer und anerkannter Asylbewerber im April 2019 wegen Totschlags zu einer Gefängnisstrafe von achteinhalb Jahren verurteilt worden. Die Richter am Dortmunder Schwurgericht zeigten sich überzeugt, dass der damals stark betrunkene Angeklagte die Frau im Streit um den ausstehenden Freierlohn an der Heessener Straße getötet hat. Die Staatsanwaltschaft bewertet den gewaltsamen Tod der 35-Jährigen jedoch als heimtückischen Mord. Der Freier habe die Frau heimtückisch von hinten erwürgt, weil er nach erbrachter Sexleistung nicht habe zahlen wollen.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft erklärte der Bundesgerichtshof in Karlsruhe das erste Urteil wegen eventueller Rechtsfehler für ungültig. In einem neuen Prozess vor einer anderen Strafkammer am Dortmunder Landgericht muss nun erneut geklärt werden, ob der Tod der Frau als Totschlag oder Mord zu bewerten ist. Bei Mord droht dem Angeklagten eine lebenslange Haftstrafe.

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