Fall wird neu aufgerollt

Mord auf Hammer Straßenstrich: Angeklagter ändert überraschend sein Verteidigungsverhalten

Mord an Prostituierter auf Straßenstrich in Hamm-Heessen: Angeklagter vor Gericht.
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Der Angeklagte während des erstens Gerichtsverfahrens in Dortmund.

In der zweiten Auflage des Prozesses um den gewaltsamen Tod einer Prostituierten zeichnet sich eine aufwändige und knifflige Beweisaufnahme ab.

Hamm/Bergkamen - Unterstützt wird der 26-jährige Syrer in dem neuen Prozess vor einer anderen Strafkammer mittlerweile von zwei Rechtsanwälten - neben seiner Verteidigerin aus dem ersten Verfahren vertritt ihn nun zusätzlich ein Strafverteidiger aus Berlin. Vielleicht auf dessen Anraten hin änderte der Angeklagte überraschend sein Verteidigungsverhalten und wollte sich am gestrigen zweiten Verhandlungstag doch nicht zu den Geschehnissen in der Tatnacht äußern.

In dem ersten Strafverfahren hatte der anerkannte Asylbewerber ausführlich geschildert, wie er regelmäßiger „Stammgast“ bei den Prostituierten auf dem Hammer Straßenstrich gewesen sei, auch bei der später getöteten 35-jährigen Bulgarin.

Nach dem gewaltsamen Tod der Frau wurde in der Nähe ein Kreuz für sie aufgestellt.

Prozessende noch nicht in Sicht

In der Nacht zum 12. September 2018 sei er betrunken gewesen, habe mit der Frau Sex gehabt und sei dann mit ihr in Streit geraten über den Freierlohn und habe sie sozusagen aus dem Affekt heraus erwürgt.

Nachdem der Bundesgerichtshof die erste Verurteilung durch das Dortmunder Schwurgericht zu achteinhalb Jahren wegen Totschlags für ungültig erklärt hatte, muss vor einer anderen Strafkammer mit der Vernehmung sämtlicher Zeugen und womöglich neuer Beweisanträge der Verteidigung die Beweisaufnahme komplett neu aufgerollt werden. Das Gericht hat bereits jetzt mehrere Verhandlungstage bis Anfang Dezember terminiert.

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