Höffner-Sprecher dementiert eigene Aussagen

Dritter Möbelmarkt am Finke-Standort soll doch kommen - nur nicht 2019

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Ein dritter Markt auf dem Gelände in Rhynern wird 2019 nicht gebaut.

Hamm – Die Ansiedlung eines Möbeldiscounters am Finke-Standort in Rhynern ist offenbar doch noch nicht vom Tisch. Das erklärte die zur Krieger Handel SE gehörende Möbelhandelskette Höffner – Neueigentümer der Finke-Möbelhäuser – und dementierte damit eine vom eigenen Unternehmenssprecher getätigte Aussage.

Noch unter Finke-Führung waren Planungen angeschoben worden, ein weiteres, dann drittes und etwa 5000 Quadratmeter großes Verkaufsgebäude für preisgünstige Möbel unter der Bezeichnung „Preisrebell“ zu errichten. Auf explizite Nachfrage im WA-Gespräch hatte Krieger/Höffner-Sprecher Michael Cramer am Dienstag allerdings erklärt, dass vom Bau des dritten Komplexes Abstand genommen wurde.

Am Mittwoch – und nach WA-Informationen auch auf Druck der eigenen Geschäftsführung – erfolgte die Rolle rückwärts: „Das wurde vielleicht nicht klar genug ausgedrückt. Es wird nur im Jahr 2019 in Sachen dritter Markt nichts passieren. Das Planungsverfahren läuft genauso wie die Vorbereitungen für Umbaumaßnahmen am Finke-Gebäude weiter“, erklärte Cramer.

Hohoff: "Wir waren sehr überrascht"

Im Rathaus sorgte der Bericht über die Abkehr von den Erweiterungsplänen am Mittwochmorgen für Unverständnis. „Wir waren – genauso wie die Krieger-Unternehmensführung – sehr überrascht“, erklärte Ralf Hohoff, Leiter des OB-Büros. „Das Genehmigungsverfahren wurde bis zuletzt eigentlich mit Hochdruck vorangetrieben und läuft auch noch weiter.“ Ob der dritte Möbelmarkt auf der Fläche in Rhynern allerdings tatsächlich gebaut wird, entscheidet am Ende der Hammer Stadtrat.

Finke vor Weihnachten: Weniger Geld, weniger Mitarbeiter

Unter welchem Namen der im Falle einer positiven Entscheidung dann frühestens ab 2020 entstehende Markt geführt werden soll, ließ Cramer offen. Im Höffner-Firmenkosmos gibt es mit dem „Sconto“-Möbelmarkt schon eine etablierte Marke für Discount-Ware.

Geschäftsführerin gibt sich zugeknöpft

Die für die Hammer Entwicklung zuständige Krieger-Geschäftsführerin Edda Metz wollte sich auf WA-Anfrage nicht zum Zeithorizont der Ansiedlung eines dritten Kaufhauses und der Umstrukturierung des Standortes äußern. Sie verwies auf die Aussagen des Unternehmenssprechers.

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