Coronavirus in Hamm und in der Region

Höffner, Ikea und Co. von neuer Regelung überrascht

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[Update] Die vom Land NRW erlassene Sonderregelung zur Öffnung von Möbelhäusern hat die Betreiber durchweg überrascht. Das betrifft auch Höffner in Hamm.

Hamm/Kreis Unna/Soest/Werl – Möbel Höffner, das erst Ende November 2019 das größte Einrichtungshaus auf Hammer Stadtgebiet eröffnet hatte, wird am Montag um 10 Uhr - unter Berücksichtigung der Hygiene-Auflagen - wieder öffnen. Das bestätigte sich am Freitagvormittag. Die Nachricht der NRW-Sonderreglung hatte die Konzernzentrale in Berlin erst am Donnerstagnachmittag erreicht; es musste also kurzfristig neu geplant werden. Insgesamt gibt es deutschlandweit 22 Höffner-Möbelhäuser; lediglich die vier Häuser in NRW dürfen öffnen.

Zu den Maßnahmen, die Höffner vorhält, gehören nach Angaben des Konzerns Abstandhalter vor den Kassenbereichen auf dem Boden sowie Glaswände an den Kassen - in etwa so, wie viele das auch aus den Supermärkten bereits kennen. Die Mitarbeiter werden mit Masken und Desinfektionsmitteln ausgestattet, um maximale Hygiene für sich und die Kunden gewährleisten zu können. In den Toiletten sollen bestimmte Waschbecken abgesperrt werden, um auch dort die Abstände einhalten zu können.

Weitere Märkte werden vor Öffnung

Auch die Hammer Möbelhäuser Wagner und Schwienhorst wollen öffnen, gleiches gilt für die umliegenden Einrichtungsspezialisten Möbel Wiemer und Turflon, die sich auf eine Öffnung vorbereiten. Bei allen soll es Montag losgehen.

„Bei uns gelten die ganz normalen Öffnungszeiten“, sagt Hans Kanne von Möbel Wiemer in Soest: „10 bis 19 Uhr.“ Man werde die nächsten Tage nutzen, um das Haus dafür auszustatten – viel Arbeit, „die wir gern in Kauf nehmen.“

Lockerungen trotz Coronavirus: Zurbrüggen, Poco und Ikea auch betroffen

Auch bei Poco in Rünthe, Zurbrüggen in Unna und Ikea in Kamen können die Türen am Montag wohl wieder aufgehen: Die Landesregierung hat sich entschlossen, dass in NRW Möbelhändler ebenfalls in den Genuss der Sonderregeln kommen, die sonst für Buch- und Autohändler gelten: Sie können öffnen, auch wenn sie deutlich größer als 800 Quadratmeter sind.

Noch am Donnerstagmittag hatte das anders ausgesehen. Poco-Geschäftsführer Thomas Stolletz wandte sich aus Bergkamen in einem Brief an die Bundesregierung bezeichnete und die eigentlich vorherrschende Größenbegrenzung für die Ladenöffnung als „willkürliche Marktverzerrung“.

In der Pressemitteilung von Poco wurde die Kritik so begründet: „Gerade der größerflächige Einzelhandel könne Abstandsregeln hervorragend gewährleisten – besser jedenfalls als jeder kleinflächige Anbieter.“ Pocos Geschäftsführer Thomas Stolletz sprach von erheblichen wirtschaftlichen Problemen, nicht nur für die Händler, sondern auch die Hersteller würden Schaden nehmen. Poco hat 8500 Mitarbeiter – diese seien „kurzfristig aus Kurzarbeitergeld abgesichert“.

Noch zögert Ikea - eine Sprecherin gab am Freitagvormittag bekannt, dass noch nicht feststehe, wann weitere Informationen zu dem konkreten Öffnungstermin und den Vorsichtsmaßnahmen bei Ikea gegeben werden können.

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