Mobbing-Vorwürfe: WFH zahlt Abfindung an Ex-Mitarbeiter

Die Wirtschaftsförderung hat sich mit einem ehemaligen Mitarbeiter geeinigt.
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Die Wirtschaftsförderung (WFH) hat sich mit einem ehemaligen Mitarbeiter geeinigt. Die WFH sitzt im Hamtec an der Münsterstraße.

Die rechtliche Auseinandersetzung wegen eines angeblichen Mobbingfalls zwischen der Wirtschaftsförderung Hamm (WFH) und einem ihrer leitenden Angestellten ist beigelegt.

Hamm – Vor dem Arbeitsgericht Hamm haben sich beide Parteien im März auf einen Vergleich geeinigt. Dieser wurde zum 31. März wirksam. Das bestätigte am Montag eine Gerichtssprecherin auf WA-Anfrage.

Die WFH und der Mitarbeiter gehen nunmehr endgültig getrennte Wege. Eine Anfang April 2020 von der WFH ausgesprochene betriebsbedingte Kündigung wurde unter Einhaltung der Kündigungsfrist zum 30. September 2020 wirksam. Ausstehende Gehälter werden dem klagenden Ex-Mitarbeiter nachgezahlt, ferner erhält er eine Abfindung in Höhe von 47.000 Euro brutto.

Die Wirtschaftsförderung hatte zunächst beantragt, die Klage des Mitarbeiters abzuweisen. Am Ende der Sitzung vom 24. März wurde jedoch dem Vergleich zugestimmt.

Schon im November 2020 hatten sich die streitenden Parteien vor dem Arbeitsgericht gegenübergestanden. Damals ging es um eine seitens der WFH ausgesprochene fristlose Kündigung des Ex-Mitarbeiters. Auch dort wurde bereits vom Gericht ein Vergleichsvorschlag mit dem identischen Inhalt (Abfindung von 47.000 Euro plus der fehlenden Gehälter bis zum 30. September) gemacht. Die Wirtschaftsförderung lehnte dies damals ab und kassierte per Urteil eine krachende Niederlage.

Die WFH hatte dagegen Berufung eingelegt, doch durch den jetzt ergangenen Vergleich ist auch diese hinfällig. Das Verfahren wegen der betriebsbedingten Kündigung war von dem anderen (fristlose Kündigung) abgekoppelt.

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