Terraristika macht mit Exoten Millionenumsätze

+

HAMM - Terrarristika, die weltweit wohl größte Reptilienbörse findet am 13. Dezember zum 56. Mal im Hammer Süden statt. Etwa eine halbe Million Besucher hat Organisator Frank Izaber im Lauf der Jahre in den Zentralhallen begrüßt. Was bedeutet das neue Gesetz für die Veranstaltung?

Millionenumsätze sind bei den Ausstellern, die aus allen Teilen des Globus anreisen, programmiert. „Bei uns gibt es Händler, die setzen an einem Veranstaltungstag 180.000 bis 200.000 Euro um“, beschreibt Messe-Erfinder Izaber die finanzielle Dimension des Spektakels.

Mehr zum Thema:

NRW will gefährliche Tiere in Privathaushalten verbieten (21.10.2014)

Immer mehr Hammer halten Spinnen, Schlangen und Co. (23.10.2014)

Die Besucher – ebenfalls aus allen Teilen der Welt – bevölkerten die Hotels und belagerten Gaststätten und Restaurants. „Die Leute sparen darauf hin. Für sie ist das ein Highlight. Da kommt keiner mit nur 20 Euro in der Tasche“, sagt der 52-jährige Geschäftsmann aus Recklinghausen.

Dass die NRW-Landesregierung nunmehr ein Gefahrtiergesetz auf den Weg bringen will, kann dem Messe-Veranstalter nicht wirklich gefallen. Sollten all die derzeit im Gesetzentwurf gelisteten Tiere tatsächlich verboten werden, wären etwa 20 Prozent des aktuellen Angebots auf der Terraristika künftig tabu.

Grundsätzlich befürwortet Izaber allerdings die Initiative. „Keine Frage, ein Gesetz ist zwingend erforderlich“, sagt er. Bislang gebe es keinerlei Vorschriften für die Halter. Eine Meldepflicht existiere nur für Tiere, die unters Artenschutzabkommen fallen.

Als wirklich gefährlich schätzt er aber nur einen geringen Teil auf der Liste ein: Giftschlangen, einige Spinnen- und Skorpionarten, was sein Metier betrifft. „Aber dieser Entwurf führt dennoch ins Leere. Ein reines Verbot führt die Leute nur in die Illegalität“, sagt Izaber.

Deutlich zielführender sei es, einen Katalog mit Grundregeln für die Haltung entsprechender Tiere zu erlassen – festzulegen, dass beispielsweise ausbruchssichere Räume und Terrarien von dem Halter vorgehalten werden. In Hamburg gebe es ein solches Regelwerk, das auch für NRW vorbildlich wäre. - fl

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare