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Robert Stein: "Millionen sparen" mit anderer Schrift

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Robet Stein © Szkudlarek

DÜSSELDORF/HAMM - Der Hammer Landtagsabgeordnete Robert Stein hat angeregt, dass das Land für seine zahlreichen Drucksachen nicht länger den Schrifttyp „Arial“ verwenden, sondern die schlankere Variante „Garamond“ nutzen soll.

Begründung: Teure Druckertinte werde eingespart, so dass bis zu 15 Millionen Euro weniger an Steuergeldern ausgegeben werden müssten, hat der fraktionslose Parlamentarier hochgerechnet. Umsetzbar sei die Lösung mittels eines einfachen Tastendrucks an den Computern. Der 35-Jährige verweist in seiner Kleinen Anfrage an die Landesregierung auf eine Initiative in den USA. Dort soll der schlankere Schrifttyp eine Ersparnis von 394 Millionen Dollar bringen.

Wenig kreativ kommt die Antwort von Innenminister Ralf Jäger (SPD) daher: Mit angemessenem Aufwand könnten die Fragen nicht beantwortet werden, lautet die Grundeinschätzung. Zudem werde bei der Einhaltung des „Nordrhein-Westfalen-Designs“ in der Typographie für alle Produkte und Publikationen die Schrift Arial verwendet.

„Um Tinte und Platz zu sparen, sind Schriftgrößen von 7pt möglich“, lautet ein weiterer Hinweis. Stein ist einigermaßen enttäuscht von den Reaktionen. Es gebe offensichtlich kein Controlling „bei elementar und wiederholt auftretenden Kosten“ – wie den Ausgaben für Toner und Papier. - vor

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