Neues Angebot Freegal

15 Millionen Songs: Wer einen Bücherei-Ausweis hat, kann jetzt kostenfrei Musik streamen

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Das neue Streamingangebot stellten Jens Boyer (rechts) und Daniel Gondek vor.

Hamm - Über 15 Millionen Songs, Musikvideos und Hörbücher auf einer Million Alben haben die Stadtbüchereien auf einen Schlag neu in ihren Bestand aufgenommen. Möglich macht das der Streamingdienst Freegal, der mit gültigem Bibliotheksausweis kostenfrei genutzt werden kann.

Seit Dienstag haben die Stadtbüchereien für ihre Nutzer mit dem Streamingdienst Freegal – eine Kombination aus free und legal – einen vollwertigen Anbieter für Musik, Musikvideos und Hörbücher im Portfolio. Das Angebot ist durchaus konkurrenzfähig im Vergleich zu kommerziellen Anbietern: 20 Euro kostet die Jahresgebühr für einzelne Büchereinutzer (Familien 30 Euro, reduziert 10 Euro) – Freegal, Onleihe24 und diverse andere Angebote inklusive. Wobei Freegal ein eigenständiges Angebot der Stadtbüchereien ist und nicht in Zusammenhang steht mit der Onleihe24.

Zur Verfügung stehen Titel von großen Rechteinhabern wie Sony, Epic und Columbia, hinzu kommen kleinere Anbieter. Zwar ist die werbefreie Streamingnutzung auf drei Stunden täglich begrenzt, es besteht aber die Möglichkeit, drei Songs pro Woche dauerhaft herunterzuladen; ein Musikvideo zählt wie zwei Songs.

Ausweis-Nummer reicht aus

Es gibt eine App wie bei den kommerziellen Anbietern, mit der nicht nur vorgefertigte Playlists – aktuell beispielsweise zum Valentinstag – gehört, sondern auch individuelle Playlists mit den eigenen Lieblingssongs gespeichert werden können. Alles, was man braucht, um Freegal zuhause oder mobil zu nutzen, ist die Nummer des gültigen Bibliotheksausweises.

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„Das ist ein echter Mehrwert,“ sagt Büchereichef Jens Boyer: „Damit partizipieren wir an den medientechnischen Entwicklungen.“ Denn es sei festzustellen, dass die Ausleihzahlen von CDs und auch Videos sinken. Mit Freegal wolle man gegensteuern und die Nutzer weiterhin ans Haus binden oder neue finden. Darum sei auch nicht daran gedacht, den Bestand an CD, DVD und CD-Rom zu reduzieren, auch er werde weiterhin aktualisiert.

Playlists für Veranstaltungen

Einen „mittleren vierstelligen Betrag“ jährlich lassen sich die Stadtbüchereien das Streamingangebot kosten. Die schiere Masse der Alben, die den Nutzern dafür zur Verfügung stehen, wären in der Zentralbibliothek nicht unterzubringen. Und Boyer sieht neue Möglichkeiten für Angebote: Beispielsweise könne das Institut für Veranstaltungen wie den Sommerleseclub eigene Playlists erstellen, die öffentlich „abgehört“ werden können.

www.hamm.de/stadtbuecherei

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