1. wa.de
  2. Hamm

Mieterverein Hamm rechnet mit hohen Heizkostenabrechnungen - und gibt Tipps

Erstellt:

Von: Jörn Funke

Kommentare

Gas ist knapp. Wenn heute Energie gespart wird, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass sie morgen noch verfügbar ist. Gaszähler
Die steigenden Energiepreise bereiten zahlreichen Verbrauchern Sorgen.  © dpa / Marijan Murat

Der Hammer Mieterverein sieht die Entwicklung am Energiemarkt mit Sorge. Ein Justiziar gibt Tipps zum Umgang mit den steigenden Preisen.

Hamm – Die steigenden Energiepreise bereiten zahlreichen Verbrauchern Kopfzerbrechen. Erst am Donnerstag hatten die Stadtwerke als größter Hammer Versorger bereits die zweite Tariferhöhung in diesem Jahr angekündigt: Der Gaspreis steigt in der Grundversorgung zum 1. Oktober um gut 30 Prozent, bei Strom und Fernwärme sind es etwa 20 Prozent.

Justitiar Peter Gontrum vom Hammer Mieterverein sieht die Heiz- und Betriebskosten in „bisher ungekannte Höhen steigen“. Das Fatale für Mieter sei dabei nicht nur die Höhe der Zahlungen. Weil die Abrechnungen üblicherweise erst im Folgejahr vorgenommen wird, kommt die hohe Nachzahlung unerwartet.

Mieter sollten mit dem Vermieter sprechen

Bereits in diesem Jahr müssten viele Mieter für die Abrechnung des vergangenen Jahres tiefer in die Tasche greifen, so Gontrum. Die Rechnung für die jetzt explodierenden Gas-, Öl- und Strompreise komme dann im kommenden Jahr und werde drastischer ausfallen.

Doch was können Mieter tun? Üblicherweise schließt der Vermieter den Vertrag mit dem Versorger, legt im Mietvertrag einen monatlichen Abschlag fest und rechnet einmal im Jahr nach Verbrauch ab. Wenn der Vermieter nun eine Änderung der Abschlagszahlung verlange, müsse man dem als Mieter nicht Folge leisten, sagt Gontrum. Man solle es aber zumindest überlegen. In jedem Fall sei es ratsam, das Gespräch mit dem Vermieter zu suchen, um Überraschungen zu vermeiden.

Energie sparen an allen Ecken

Wer kann, solle auf jeden Fall Geld zurücklegen, um für hohe Nachforderungen gewappnet zu sein, sagt Gontrum. Abrechnungen sollte man genau prüfen. Und natürlich gelte es, an allen Ecken Energie zu sparen. An Vermieter appelliert er, insbesondere die Heizungsanlagen zu optimieren.

Der Anwalt rät, Beratungsmöglichkeiten zu nutzen. In den Sprechstunden des Mietervereins seien Heiz- und Betriebskosten zwar immer wieder Thema. Nach den jüngsten Preiserhöhungen der Versorger werde zwar gefragt; viele bezögen es aber noch nicht konkret auf sich, weil die Zahlen noch nicht auf der eigenen Abrechnung stehen.

Auch interessant

Kommentare