Mieten statt kaufen kann sich lohnen

Mieten in Hamm bleiben stabil - Preisniveau ausgereizt

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Symbolbild

Eine Wohnung zu mieten, ist in Hamm teurer geworden – zumindest ein bisschen. Anfang 2019 fiel im Mittel eine um 20 Prozent höhere Miete an als elf Jahre zuvor. Das klingt erst einmal viel, entspricht aber in etwa der Inflationsrate.

Hamm – Die Zahlen stammen vom Internetportal Immowelt. Dessen Mitarbeiter haben ausgewertet, zu welchen Preisen Inserenten ihre Wohnungen angeboten haben. 6,10 Euro pro Quadratmeter wurden demnach im Mittel Anfang 2019 fällig. Das ist 1 Euro mehr pro Quadratmeter als 2008, als die Mietpreise im Mittel bei 5,10 Euro lagen. Schon aufgrund der Inflation hätten die Mieten bis 2019 auf etwa 5,90 Euro ansteigen müssen. Die tatsächliche Steigerung liegt leicht darüber.

Die Zahlen von Immowelt ähneln denen, die der Mietspiegel der Stadt abbildet. Dieser wurde im Frühjahr vorgestellt. Er sieht vor, dass in Hamm folgende Mieten verlangt werden sollten: zwischen 4,20 Euro pro Quadratmeter für Wohnungen in Altbauten (bis 1948) in einfachen Lagen bis zu 8 Euro pro Quadratmeter für Neubauten (seit 2011) in guten Lagen. Die Werte lagen jeweils um etwa zehn Cent über denen des Vorjahrs.

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Mieten statt kaufen kann sich lohnen

In Hamm könnte es sich demnach lohnen, zu mieten statt zu kaufen. Die Mietpreise sind in den vergangenen Jahren jeweils um zwei oder höchstens drei Prozent gestiegen. Grundstücke oder Häuser zu kaufen dagegen verteuerte sich deutlich stärker: So stiegen die Preise für unbebaute Grundstücke oder Grundstücke mit Ein- oder Zweifamilienhäusern 2018 um mehr als zehn Prozent – innerhalb von nur einem Jahr. Das zeigt der aktuellste Grundstücksmarktbericht des Gutachterausschusses Hamm.

Die Mieten steigen nicht nur in Hamm moderat, sondern auch in anderen Städten. Örtlich lasse sich das nicht eingrenzen, erklärte Immowelt. Die Mitarbeiter des Portals erklären, das Preisniveau sei vielerorts ausgereizt.

Günstige Wohnung schwer zu finden

„Nach einem Jahrzehnt, in dem die Mietpreise in deutschen Großstädten rapide angestiegen sind, zeichnet sich eine Stabilisierung des Mietmarktes ab“, sagt Prof. Cai-Nicolas Ziegler, Geschäftsführer von Immowelt. „In drei Viertel der deutschen Großstädte beruhigt sich der Mietmarkt. Weiterhin wird es aber trotzdem vorerst schwer bleiben, eine Mietwohnung im günstigen Segment zu finden.“

Für seine Analyse hatte Immowelt die Preise von Inseraten jeweils im ersten Quartal 2017, 2018 und 2019 verglichen. Berücksichtigt wurden Mieten für Wohnungen mit Größen zwischen 40 und 120 Quadratmetern. Deutschlandweit seien mehr als 700.000 Inserate berücksichtigt worden, hieß es.

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