Metroräder kosten auch in Hamm künftig mehr

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Im Sommer soll der Verleih beim Metropolrad auch in Hamm brummen.

HAMM - Für die Leihräder von Metropolrad Ruhr gelten seit Monatsbeginn neue Tarife. Seitdem wird im Halbstunden- statt im Stundentakt abgerechnet. Hintergrund ist die auslaufende öffentliche Förderung. In Hamm wurden die Räder im vergangenen Jahr 1 200 Mal ausgeliehen.

Wer an einer der zwölf Hammer Verleihstationen eines der orangenen Mieträder mitnahm, zahlte in Normaltarif bisher einen Euro pro Stunde und maximal acht Euro pro Tag. Jetzt gibt es für einen Euro nur noch eine halbe Stunde, das Tagesmaximum wurde auf neuen Euro gesetzt.

Für Vielfahrer kostete die „Rad-Card“ bisher acht Euro im Jahr. Jetzt sind es drei Euro pro Monat. Dafür ist die erste halbe Stunde pro Fahrt jetzt frei, maximal werden hier fünf Euro pro Tag fällig. Täglich eine halbe Stunde gratis gibt es auch für Abokunden von VRR und VRL.

Für 80 Prozent der Nutzer seien diese Änderungen nicht relevant, sagt eine Sprecherin des Betreiberunternehmens Nextbike aus Leipzig. Die meisten Fahrradfahrten längen zeitlich unter einer halben Stunde. Und auch im neuen Tarif sei das Metrorad günstiger als Mitbewerber wie die Deutsche Bahn.

Hintergrund der Preisänderungen sei das Auslaufen der öffentlichen Förderung, sagte die Sprecherin. Der Bund und die Firma hatten seit 2010 jeweils 1,7 Millionen Euro in das revierweite Projekt investiert. Gleichzeitig habe Nextbike seine Preise bundesweit vereinheitlichen wollen. Das Unternehmen ist außerhalb des Ruhrgebiets in zehn weiteren Städten am Markt.

Im Ruhrgebiet stiegen die Ausleihen von 6 000 im Jahr 2010 auf 53 000 im vergangenen Jahr. Hamm gehöre zwar zu den nachfrageschwächeren Städten, so die Sprecherin. Nextbike setze aber auf weiteres Wachstum. - jf

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