Einmal hin, nichts mehr drin?

Metro will Real loswerden: Muss der Markt in Heessen schließen?

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Der Real-Markt an der Münsterstraße hat ein großes Einzugsgebiet.

Der Mutterkonzern Metro will sich von seinen Real-Märkten trennen. Unklar ist (noch), was das für das große Haus in Heessen bedeutet.

Hamm – Seit Jahren wurde darüber spekuliert, gab es immer wieder Gerüchte. Nun ist es offenbar soweit: Die Metro-Gruppe wird sich von ihrer Supermarkt-Kette „Real“ trennen. Sie hat mit dem Immobilieninvestor Redos verhandelt und ein entsprechendes Paket geschnürt (hier klicken für unseren Artikel dazu). Jetzt hat auch das Bundeskartellamt dem grundsätzlichen Verkauf zugestimmt. Was das für den Standort in Hamm an der Münsterstraße bedeutet, steht indes noch nicht fest.

„Zu einzelnen Standorten können wir nichts sagen“, teilte eine Metro-Sprecherin auf Nachfrage unserer Redaktion mit. Derzeit liefen noch die detaillierten Verkaufsverhandlungen. Verschiedene Medien hatten berichtet, dass von den 277 Real-Filialen in Deutschland etwa 180 an Kaufland, Edeka, Rewe und Globus wandern sollen. Einen Teil der Filialen soll von Metro selbst weitergeführt werden, berichtet das Handelsblatt. Knapp 40 Filialen sollen geschlossen werden.

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Wie gesund ist der Standort Hamm?

Ob diese Zahlen zutreffen, wollte die Sprecherin des Handelskonzerns nicht bestätigen. Vielmehr verwies sie auf ein Interview, das Olaf Koch, der Chef des Mutterkonzerns Metro, der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung gegeben hat. Darin sagt Koch: „Das Konzept sieht vor, dass ein nennenswerter Anteil von Standorten an Wettbewerber übergeht.“ Und: „Solange die Verhandlungen laufen, verbietet sich jede Spekulation über Zahlen. Wichtig ist das Signal, dass die Marke Real mit gesundem Kern erhalten bleibt.“

Das sind alle Real-Märkte in der Übersicht

Nachdem das Bundeskartellamt dem grundsätzlichen Verkauf zugestimmt hat, trudeln derzeit die Angebote der verschiedenen Kaufinteressenten ein und werden gesichtet. „Es kann jetzt ein paar Wochen dauern, bis alle Angebote für die einzelnen Standorte ausgewertet sind“, sagte die Sprecherin, „zumal auch Überlappungen zu erwarten sind.“ Danach sollen die Pakete geschnürt und im Anschluss wieder beim Bundeskartellamt zur Anmeldung eingereicht werden.

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