Verdacht auf versuchten Totschlag

Blutiger Streit am Funpark: Messerstecher (21) stellt sich

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Am Funpark passierte die Messerstecherei.

Der 21-Jährige, der am 12. Oktober einen anderen jungen Mann in der Nähe des Bockum-Höveler Funparks mit vier Messerstichen schwer verletzt hat, hat sich der Polizei gestellt.

Hamm - Wie die Staatsanwaltschaft Dortmund jetzt auf Nachfrage mitteilte, stellte sich der junge Mann bereits in der vergangenen Woche. Vier Tage lang war er nach der Tat untergetaucht. Der Haftbefehl lautete „Verdacht auf versuchten Totschlag“. Dieser sei inzwischen außer Vollzug gesetzt.

Der Arbeitsuchende aus Herringen befindet sich auf freiem Fuß, muss allerdings Meldeauflagen erfüllen und regelmäßig auf einer Polizeidienststelle erscheinen. Er wird anwaltlich vertreten.

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Stiche in Bauch, Oberschenkel und Knie

Nach der Tat hatte eine Mordkommission die Ermittlungen aufgenommen. Einen Tag später stufte die Staatsanwaltschaft den Verdacht auf gefährliche Körperverletzung zurück, nun lautet er wieder auf versuchte Tötung.

Das sei nicht ungewöhnlich, sagte Staatsanwältin Sandra Lücke. Es handle sich immer um eine vorläufige Bewertung, die durch die Dynamik der Ermittlungen, beispielsweise durch Befragung von Zeugen, zustande komme. Das Opfer war von Stichen in den Bauch, den Oberschenkel und ins Knie getroffen worden. Lebensgefahr bestand nicht.

Freundin „unangemessen behandelt“

Nach jetzigem Ermittlungsstand soll es bei dem Streit, der an jenem Samstag gegen 17 Uhr in vier Messerstichen eskalierte, um die Freundin des Beschuldigten gegangen sein. Angeblich soll diese durch das Opfer „unangemessen behandelt“ worden sein. In welcher Form, blieb offen. Auszuschließen sei aber wohl, dass das Opfer ein Nebenbuhler des Beschuldigten gewesen sei.

Zufälliges Aufeinandertreffen

Nach wie vor geht die Staatsanwaltschaft von einem zufälligen Aufeinandertreffen der beiden jungen Männer aus. Warum es dann zu einem solchen Ausbruch von Gewalt gekommen ist, müssten die Ermittlungen zeigen, so Lücke. Die Vernehmungen laufen noch.

Der Beschuldigte soll laut Staatsanwaltschaft mit einem Elektroroller geflohen sein. Die Tatwaffe sei bisher nicht sicher gestellt worden. Einen ausgeklügelten Fluchtplan habe der Verdächtige offensichtlich nicht gehabt. Er habe sich „mal hier, mal da“ aufgehalten.

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