Hans J. Hesses Auto hat es in sich 

Er fährt mit hochexplosivem Wasserstoff in die Zukunft

+
Stellen das Fahrzeug vor: Christian Fredebeul (von links), Matthias Barczus-Gast (beide Ostendorf) und Hans J. Hesse.

Hamm - In Zeiten von Abgasskandalen und verfehlten Klimazielen wird es immer wichtiger, Mobilität neu zu gestalten. Eine hocheffiziente und umweltschonende Antriebstechnologie ist die Brennstoffzelle. Hans J. Hesse fährt seit kurzem einen Mercedes „GLC F-Cell“, der mit dieser Antriebsart ausgestattet ist.

Hans J. Hesse versteht sich als Pionier in Sachen „Elektromobilität“. Seit einigen Tagen fährt er einen silbernen SUV-Mercedes: ein Elektrofahrzeug mit Brennstoffzelle und Plugin-Hybrid-Technologie. Hesse ist begeistert. „Endlich ein autobahntaugliches Elektroauto.“ Mit diesem Fahrzeug ist er in einem exklusiven Zirkel. Denn Mercedes hat von dem C-Klasse-SUV nur eine kleine Stückzahl gebaut. Wie viele will der Automobilbauer nicht verraten. Analysten gehen von rund 500 aus.

Kaufen kann man das Fahrzeug (noch) nicht. Dafür aber mieten. 799 Euro monatlich lässt sich Mercedes dafür überweisen – enthalten sind Wartung und Versicherung. Von den Fahreigenschaften ist er angetan. „Der Wagen fährt sanft und stabil und ist in der Beschleunigung druckvoll.“

Wasserstoffauto der Mercedes GLC F-Cell

Hans Hesse ist mit seinem F-Cell immer elektrisch unterwegs. Die Batterie reicht für rund 50 Kilometer. Ist sie leer, schaltet sich automatisch die Brennstoffzelle ein. Sie wird durch Wasserstoff aus dem Tank befüllt und produziert Strom.

4,4 Kilogramm Wasserstoff im Tank

350 bis 380 Kilometer beträgt die Reichweite mit einer Tankfüllung Wasserstoff. Dazu kommen noch rund 50 Kilometer durch den Akku, der an normalen Ladestation aufgeladen werden kann. Den Wasserstoff tankt Hesse an speziellen Tankstelle. Davon gibt es in Deutschland noch nicht so viele. Hesse tankt in Münster oder Kamen. Für einen Tankvorgang sind nur wenige Minuten notwendig. Zwei karbonfaserummantelte Tanks fassen 4,4 Kilogramm Wasserstoff.

Hesse glaubt, dass Mobilität dringend neu aufgestellt werden muss. Die Brennstoffzelle könne ein Weg sein, CO2 zu reduzieren. Aus dem Auspuff des „GLC F-Cell“ jedenfalls kommt kein CO2 heraus. Außerdem haben die Autobauer auch den Platinverbrauch für die Antriebstechnologie deutlich reduziert – er soll nur noch so viel von dem Edelmetall eingesetzt worden sein, wie auch für die Abgasreinigungsanlage eines heutigen Diesels gebraucht wird.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare

Schwachkopf '©'Antwort
(2)(0)

LPG ist auch hochexplosiv. Wenn ich mit dem Familyvan fahre, habe ich 70 Liter lebensbedrohliches Flüssiggas unter der 2. Sitzreihe.

Vielleicht wird der Redakteur jetzt neugierig, was meinen Sie?

Aber mal ehrlich, am Besten sind die, die an der Tanke mit Kippe rumrennen.

Autofahrer
(6)(0)

Er fährt mit hochexplosivem Wasserstoff [..]

Eine wirklich sorgfältig gewählte Überschrift für die Vorstellung einer tatsächlichen Antriebsalternative jenseits der ach so tollen Elektromobilität.

Hat da etwa der geneigte Redakteur ein Problem mit dieser Technologie, so dass er es für nötig hält, sie mit solchen Aussagen bereits a priori zu diskreditieren, nur weil ihm nichts Sachliches einfällt?