Gold fürs Hammona-Kellerbier: Auszeichnung bei renommiertem „Meiniger’s Craft-Beer-Award“

Gerade auf dem Markt, schon prämiert: Gold gab´s fürs Bier von Dennis Hecker (links) und Mario Gadiel.
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Gerade auf dem Markt, schon prämiert: Gold gab´s fürs Bier von Dennis Hecker (links) und Mario Gadiel.

Gold fürs Hammona-Kellerbier: Ausgerechnet nach Hamm geht die Auszeichnung von „Meininger’s Internationale Craft-Beer-Award“ für eine eigentlich fränkische Spezialität.

Hamm – Die beiden Hammer Craft-Beer-Brauer Dennis Hecker und Mario Gadiel sind mit ihren fünf Sorten – Pils, Helles, „Schwatzbier“, Pale Ale und eben Kellerbier – zwar erst seit März 2020 auf dem Markt, doch sie räumen bereits mit den Getränkevorlieben der regionalen Bier-Liebhaber auf. Und überzeugten jetzt auch die Juroren des renommiertesten Wettbewerbs seiner Art in Deutschland.

Denn auch, wenn sich Hecker und Gadiel eine moderne Braustätte eingerichtet haben, sind sie handwerklich der Tradition verpflichtet. So fehlt ihnen zwar ein Keller, wie sie in Franken in Hügeln angelegt wurden, um den Gerstensaft kühl zu lagern, während oben im Schatten die Gäste verköstigt werden. Die entsprechende mildwürzige Rezeptur ist ihnen dennoch gelungen.

Abfüllen in Handarbeit

Die perfekte Mischung aus Pilsener, Münchener, Wiener und Cara-Amber-Gerste, dazu die abgewogene Ergänzung durch die Hopfensorten Hallertauer Tradition und Hallertauer Mittelfrüh führen zu 20 IBU (Internationale Bitter-Einheiten), einer Stammwürze von 13 Prozent und letztlich 5 Prozent Alkoholgehalt bei feiner Kohlensäure und vollmundigem Geschmack.

Der Erfolg bereitet den Jungbrauern jetzt ein wenig mehr Arbeit, die sie aber gern übernehmen: Jede 0,3-Liter-Flasche wird einzeln per Hand abgefüllt, mit Kronkorken versehen und etikettiert – und jetzt kommt auch noch ein Goldmedaillen-Aufkleber hinzu.

Die Nachfrage nach Kellerbier steigt

Auf eine erhöhte Nachfrage nach Kellerbier haben sich Hecker und Gadiel vorbereitet und etwas mehr gebraut, obwohl sie mittlerweile am Kapazitätslimit angekommen sind: Rund 1500 bis 2000 Liter brauen sie monatlich in den unterschiedlichen Sorten – und das neben ihren eigentlichen Jobs.

Die Nachfrage sei mittlerweile größer als die Möglichkeit, zu produzieren. So könnten nicht alle Getränkemärkte beliefert werden, die gerne „Hammona“ anbieten würden. Immerhin gibt es ab sofort freitags von 15 bis 17 Uhr einen Werksverkauf (Heinrich-Welken-Straße 33).

Die Wertung der Juroren: Die „Genussspinne“ zeigt, wo die Stärken des Kellerbiers liegen.

Keine Gruppenführungen wegen Coronavirus

Enttäuschen müssen Gadiel und Hecker zurzeit Gruppen, die an Brauereiführungen interessiert sind: Gerade unter den Bedingungen der Corona-Schutzmaßnahmen sei das in den beengten Räumlichkeiten kaum möglich; sie wollen sich nun erst beim Gesundheitsamt vergewissern, was geht und was nicht.

„Nebenbei“ hören die Innovationen nicht auf: Zunächst sollen richtige Lagertanks anstelle der zurzeit genutzten Fässer angeschafft werden.

Internationale Kontakte

Außerdem wird weiter experimentiert – aktuell mit einem ungewöhnlichen Kaffee-Bräu, für das sie mit der Bebuna-Kaffeemanufaktur kooperieren. Barista Gian Luca Vecchi hat ihnen einen „Cold Brew“ angesetzt, der während der Hauptgärung zugesetzt wurde. Entstanden ist ein außergewöhnliches, natürlich coffeinhaltiges White Stout, dessen Mokka-Noten unverkennbar sind – ein idealer Begleiter zum Stück Kuchen ...

Und es gibt sogar internationale Kontakte: „Brew Works“ in Hamms kalifornischer Partnerstadt Santa Monica ist auf „Hammona“ aufmerksam geworden, kennengelernt haben sich die Brauer mittlerweile per Videokonferenz. „Mal sehen, was draus wird“, sagen die Hammer.

Besuch in der neuen Hammona Braumanufaktur in Rhynern

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