Mehr Scheidungen in Hamm im Corona-Jahr 2020

Scheidung Ehepaare
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Viele Ehepaare in Hamm haben Probleme miteinander; für viele endete das 2020 mit der Scheidung.

370 Ehen aus Hamm sind im vergangenen Jahr geschieden worden. Das sind 8,5 Prozent mehr als noch 2019 mit damals 341 Scheidungen. Bei 193 der Scheidungen waren minderjährige Kinder betroffen – und zwar insgesamt 397.

Hamm – Die Mehrzahl der Scheidungen wurde von der Ehefrau eingereicht. 192 Mal war das der Fall, davon dreimal ohne Zustimmung des Ehegatten. 142 Mal ging die Initiative zur Trennung vom Mann aus (siebenmal ohne Zustimmung der Ehefrau). 36 Mal reichten beide Ehepartner gemeinsam die Scheidung ein.

Während „Information und Technik Nordrhein-Westfalen“ als Statistisches Landesamt für Hamm eine Zunahme der Scheidungen meldet, ist in ganz Nordrhein-Westfalen die Zahl der gerichtlichen Trennungen rückläufig. 2020 wurden in NRW 32.554 Ehen geschieden, das waren 3,7 Prozent weniger als im Jahr 2019. Damit setzt sich der seit dem Jahr 2008 anhaltende Trend rückläufiger Scheidungszahlen fort. Die höchste Scheidungszahl aller Zeiten hatte es in NRW mit 51.139 im Jahr 2004 gegeben.

Die im vergangenen Jahr geschiedenen Ehen beziehungsweise Paare hielten mit durchschnittlich 14,8 Jahren zehn Monate länger als vor zehn Jahren (2010: 14 Jahre). 50,4 Prozent der Scheidungspaare hatten 2020 mindestens ein minderjähriges Kind; die Zahl der betroffenen Kinder belief sich auf 29.488.

Scheidungen in Hamm: das verflixte sechste Jahr

Die meisten Ehen endeten nach sechs Ehejahren (1687); nach fünf Jahren zogen 1678 Ehepaare und 1590 Ehepaare nach sieben Jahren einen juristischen Schlussstrich. 4945 Ehepaare ließen sich nach über 25 Jahren und 94 Paare nach 50 oder mehr Ehejahren scheiden.

Mehr als die Hälfte der Scheidungsverfahren (17.091 beziehungsweise 52,5 Prozent) wurden 2020 von den Ehefrauen beantragt; in 13.558 Fällen ging die Initiative vom Mann aus und bei 1 905 Scheidungen wurde der Antrag gemeinsam gestellt.

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