Mehr Rutschen, digitale Spiele: Simulation im Artikel!

Kinderbereich des Maximare wird für 650.000 Euro umgebaut

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Stellten das Projekt am Donnerstag vor (von links): Lena Taprogge (Kidletics), Professor Holger Krakowski-Roosen (HSHL), Benjamin März (Kidletics), Maskottchen „Max“ und Dieter Vatheuer (Maximare).

Hamm - Für 650.000 Euro wird der Kinderbereich in der Aquawelt des Maximares umgebaut. Danach gibt es deutlich mehr Spielelemente für die ganz Kleinen, digitale und interaktive Elemente und einen Bewegungsparcours. Das Bad hat außerdem einen neuen Kidsclub ins Leben gerufen - mit einem besonderen Motto.

Wenig Bewegung, viel Zeit am Smartphone und dem Computer: Das führt dazu, dass Kinder heutzutage häufiger und früher Probleme mit Übergewicht bekommen. Gegensteuern will nun das Maximare in Zusammenarbeit mit dem Hammer Startup Kidletics. Für 650.000 wird der Kleinkindbereich des Bades modernisiert und mit digitaler Technik ausgestattet. Mit einem Bewegungsparcours sollen die Kinder künftig im „Trollaland“ spielerisch animiert werden, Sport zu treiben.

Bereich seit 2003 nicht verändert

„Kinderbereiche sind manchmal relativ lieblos gestaltet. Schon vor mehreren Jahren wollten wir eine Erlebniswelt gestalten, da sind wir aber noch nicht so weit gewesen“, sagte Dieter Vatheuer vom Maximare-Management. Nun sei der Handlungsbedarf unübersehbar geworden. Ein Teil der veranschlagten Summe hätte ohnehin investiert werden müssen, weil der seit 2003 unveränderte Kleinkindbereich in der Aquawelt nicht mehr den heutigen Anforderungen genüge. Durch die Zusammenarbeit mit Kidletics habe man nun aber die Chance auf den großen Wurf.

So soll das „Trollaland“ nach dem Umbau Ende September aussehen.

Einzigartige Technik erstmals im Einsatz

Das Maximare wird das erste Bad Deutschlands sein, in dem der neuartige Bewegungsparcours der Hammer Firma in einem solchen Rahmen umgesetzt wird. „Damit werden wir für Aufsehen sorgen“, ist sich Vatheuer sicher. Der besondere Clou: Über einen Chip können sich die Kinder an Sportgeräten einloggen und durch ihre Bewegungen sogenannte „Kidcoins“ sammeln. Mit der imaginären Währung lassen sich wiederum weitere Spielgeräte freischalten. Im Gastronomiebereich können die Coins auch gegen gesunde Snacks eingelöst werden.

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„Wettbewerb und die digitale Welt haben eine große Anziehungskraft auf Kinder“, erklärt Holger Krakowski-Roosen, Professor für Angewandte Sportwissenschaften an der HSHL, der das Projekt begleitet. Beim Hype um das Handy-Spiel Pokémon Go habe man gesehen, dass man nur die richtigen Anreize schaffen müsse, um Kinder zur Bewegung zu animieren. „Wir arbeiten hier mit einem Belohnungssystem. Und: Das ist kein klassischer Spielbereich, es geht um Training und die körperliche Auslastung.“

Maskottchen "Max" findet neue Heimat 

Für das „Trollaland“ gibt es künftig ein eigenes Maskottchen – inklusive Hintergrundgeschichte. So stamme Troll „Max“ aus den Lippewiesen unweit des Schlosses Heessen und habe nun im Maximare eine neue Heimat gefunden. In Zukunft soll der Troll im Bad präsent sein und „zusammen mit den Kindern Abenteuer erleben“, heißt es.

Der Bereich am Rand des Wellenbeckens wird im Zuge der Modernisierung vergrößert. Spritztiere, drei Rutschen für verschiedene Altersgruppen und ein Bachlauf sollen die bereits existierende Grotte ergänzen.

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Auf den Boden und an die Wand werden durch das Wasser hindurch virtuelle Fische projiziert, die durch eine Spezialsoftware auch auf Bewegungen der Kinder reagieren. Dazu gibt es interaktive Spiele auf einer digitalen Projektionsfläche.

Eröffnung Ende September

Die Umbauarbeiten im Bad, dessen Betrieb in dieser Zeit normal weiter läuft, gehen schon am 1. Juli los. Ende September soll das neue Kinderland eröffnet werden. Schon ab sofort können Eltern ihre Kinder online und vor Ort für den neuen „Troll-Lala-KidsClub“ anmelden. Damit verbunden sind verschiedene Vergünstigungen, auch bei Partnern wie dem Kletterpark und der Waldbühne.

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