Angebot übersteigt erstmals Nachfrage

Mehr Impfstoff in Hamm - Bleiben die Ärzte drauf sitzen?

Zum ersten Mal seit Beginn der Corona-Impfkampagne haben die niedergelassenen Ärzte in Hamm Schwierigkeiten, ihre Dosen auch zu verimpfen.

Hamm - In mehreren Praxen hieß es jetzt, man habe Impfstoff übrig und müsse sich anstrengen, um noch Impfwillige zu finden. Für die neue Woche wollten viele Ärzte daher weniger Impfstoff ordern. (News zum Coronavirus in Hamm)

Tatsächlich können die Ärzte aus dem Vollen schöpfen. Es sei die erste Woche, in der das Angebot die Nachfrage übersteige, sagte Dr. Matthias Bohle, Vorsitzender des Hammer Ärztevereins. Und es kommt noch mehr: Für die Zeit vom 5. Juli bis zum 1. August kündigt das Land folgende Liefermenge an: 7476 Dosen Biontech, 9100 Dosen Moderna, 1900 Dosen Johnson & Johnson und 4700 Dosen Astrazeneca.

Das ist eigentlich erfreulich – doch die Praxen haben mittlerweile Schwierigkeiten, den Stoff auch zu verimpfen. Die Kampagne sei kein Selbstläufer mehr, sagte Bohle. Wer geimpft werden wolle, sei inzwischen versorgt. Jetzt gehe es um jene, die Corona für nicht so bedrohlich hielten. Mit einer Impfquote von 70 Prozent wäre er am Ende schon sehr zufrieden.

Knapp 40 Prozent der Hammer komplett geimpft

Vollständig geimpft waren bis zum Freitag vergangener Woche 38 Prozent der Hammer: 67.592 haben bis zum 1. Juli beide Impfungen erhalten. Seit Ende Mai hat sich die Zahl der Zweitimpfungen damit mehr als verdoppelt. 25 Prozent der Zweitimpfungen fand bei niedergelassenen Ärzten statt. Dazu kommen 95.609 Erstimpfungen, hier liegt der Anteil der Arztpraxen bei 37 Prozent. Der Stadt sind noch 950 Impfungen durch Betriebsärzte bekannt.

Rubriklistenbild: © DPA Deutsche Presseagentur

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