Fragen und Antworten

Herringer Megaprojekt: 30 Millionen Euro fließen in Gesamtschule

Offene Lernlandschaften wie diese soll es an verschiedenen Stellen in zwei Neubauten der Arnold-Freymuth-Gesamtschule geben.
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Schule der Zukunft: Offene Lernlandschaften wie diese soll es an verschiedenen Stellen in zwei Neubauten der Arnold-Freymuth-Gesamtschule geben. (Ein Klick rechts oben in das Bild öffnet das komplette Motiv.)

30 Millionen Euro sollen in den Ausbau und die Sanierung der Arnold-Freymuth-Gesamtschule in Hamm fließen. Zusammen mit dem Lippepark ist es das größte Herringer Projekt der letzten Jahre.

Herringen - Die Bezirksvertreter waren sich weitgehend einig: Lediglich die beiden AfD-Vertreter empfahlen auf der jüngsten Sitzung die Erweiterung der Arnold-Freymuth-Gesamtschule – hier der zweite und dritte Bauabschnitt – nicht. WA.de beantwortet die wichtigsten Fragen.

Welche Maßnahmen sind konkret vorgesehen?

Nachdem der Rat bereits Ende 2020 den Neubau der Sekundarstufe I auf dem Gelände des ehemaligen Anbaus aus den 1960er-Jahren beschlossen hatte (erster Bauabschnitt), geht es nun um die Errichtung der Zweifachturnhalle (zweiter Bauabschnitt) und des Gebäudes für die Sekundarstufe II (dritter Bauabschnitt).

Wie hoch sind die Kosten?

Die Verwaltung geht von Kosten in Höhe von knapp 13,4 Millionen Euro aus. Zusammen mit dem ersten Bauabschnitt, dem Abriss des Anbaus und der Anmietung der Container-Anlage während der Bauzeit für die neue Sekundarstufe I wird die ausgebaute Gesamtschule am Ende rund 30 Millionen Euro kosten. Rund die Hälfte davon werden über das Programm „Gute Schule 2020“ und die Schulpauschale des Landes finanziert.

Das Gesamtschule:

Zurzeit wird die Arnold-Freymuth-Gesamtschule von rund 580 Schülern besucht. Etwa die Hälfte davon waren noch als Sekundarschüler gestartet. Die Fünftklässler 2018/19 waren die erste, die auf der Gesamtschule begannen. Mit Beginn der Schuljahres 2024/25 kommen sie in die Oberstufe. Bis dahin muss auch das Gebäude für die Sekundarstufe II (dritter Bauabschnitt) fertig sein. Im Endausbau dürfte die vierzügige Gesamtschule, je nach Größe der Oberstufe, 750 bis 800 Schüler haben.

Wie ist der aktuelle Sachstand bei den geplanten Maßnahmen?

Der Start des ersten Bauabschnitts ist in Kürze. Bei der neuen Sporthalle erfolgen derzeit die Ausführungsplanung und die Vorbereitung der Vergaben. Die weitere Planung sowie der Abbruch der alten Sporthalle erfolgen nach dem Baubeschluss. Beim dritten Bauabschnitt ist die Planung bis zur Genehmigungsplanung abgeschlossen. Die weitere Planung erfolgt nach dem Baubeschluss.

Wie wird die Zweifachsporthalle aussehen?

Die Zweifachsporthalle, bestehend aus der eingeschossigen Halle und dem angegliederten zweigeschossigen Umkleide-, Technik- und Gerätebereich, wird im Westen einen Eingang für Schüler und Lehrer und im Osten einen Eingang für den Vereinssport haben. Im Erdgeschoss befinden sich die Umkleidebereiche sowie die notwendige Treppe und der barrierefreie Krankentransportaufzug. Im Untergeschoss sind die Geräte- und Technikflächen sowie Schiedsrichter- und der Regieraum angeordnet. Einer der beiden Schiedsrichterräume wird gleichzeitig als Sanitätsraum mit Liege ausgestattet sein. Die Halle, die durch einen Trennvorhang in zwei Einzelhallen geteilt werden kann, erhält eine Fußbodenheizung, die Beleuchtung wird in die Decke integriert. Auf dem Dach wird eine Photovoltaikanlage installiert, die der Eigenversorgung der gesamten Liegenschaft dienen soll.

Welche Räume umfasst der Bau für die Sekundarstufe II?

Bei der Sekundarstufe II handelt es sich um einen zweigeschossigen Baukörper, der im Erdgeschoss Büro-, Mehrzweck sowie Medienräume vorsieht und im oberen Geschoss eine zum Teil offene Lernlandschaft sowie den Musik- und den Kunstraum. Die Erschließung erfolgt über zwei Treppenhäuser, den Aufzug sowie über eine Freitreppe. Das Dach ist als Gründach mit einem großzügigen Oberlicht in der Gebäudemitte geplant. Auch dieses Gebäude wird barrierefrei dann sein.

Ihre Tage sind gezählt: Die alte Sporthalle der Arnold-Freymuth-Gesamtschule muss dem Neubau der Sekundarstufe II weichen.

Wie sieht es mit den Außen- und Sportanlagen aus?

Nach Angaben der Stadt wird das gesamte Grundstück neu überplant. Die Wege und Plätze werden mit Öko-Pflaster erstellt, damit das Regenwasser größtenteils versickern kann, dazu entstehen immer wieder begrünte Inseln. An der Fangstraße entsteht der neue Hauptzugang zur Schule, um den Hol- und Bringdienst per Pkw über die Nebenstraßen zu vermeiden. Hier ist dann auch der zentrale Parkplatz mit 93 Stellplätzen. Als Spielanlagen sind unter anderem eine Kletter- beziehungsweise Boulderwand und ein Balancier-Parcours geplant. „Die Außensportanlagen umfassen unter anderem eine Laufbahn, eine Doppelsprunggrube, einen Bolzplatz sowie einen Kugelstoßanlage“, so die Stadt.

Wie sieht der Zeitplan aus?

Der Bau der Zweifach-Sporthalle soll Anfang 2022 beginnen und im Sommer 2023 beendet sein. Mit dem Bau der Sekundarstufe II soll im Frühjahr/Sommer 2023 begonnen werden. Die Arbeiten müssen bis zu den Sommerferien 2024 beendet sein, da danach die ersten Schüler in die Oberstufe kommen.

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