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Maxipark: Wiedereröffnung ohne Spielplätze "sinnlos“

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Geschäftsführer Jörg Rogalla vermisst die Besucher in seinem Maxipark.

Was im Maximilianpark in diesen Tagen so alles blüht, bleibt den Hammern verborgen. Seit gut fünf Wochen sind die Tore für Besucher geschlossen, wann sie konkret wieder geöffnet werden, ist unklar. Gearbeitet wird dort trotzdem. Ein Rundgang durch einen geschlossenen Park.

Hamm – Rund um den Glaselefanten sind Beete und Blumenkübel bepflanzt, alles blüht prächtig. Die Baustelle der Ruhrkohle AG im Eingangsbereich ist verschwunden, der Rasen wird gerade neu eingesät und bewässert. Man habe reichlich zu tun, um den Park instandzuhalten, sagt Geschäftsführer Jörg Rogalla. Und wenn das Signal zur Wiederöffnung komme, wolle man auch soweit sein.

Unter welchen Bedingungen der Park wieder öffnen könnte, hat man dort durchgespielt. Es gebe einen Maßnahmenplan, sagt Rogalla. Der sehe beispielsweise häufigere WC-Reinigungen und die Ausgabe von Desinfektionsmitteln vor. Er setzt dabei auf das verantwortungsvolle Verhalten der Besucher: Deren Eigenschutz werde wichtig bleiben. Mit Zugangsbeschränkungen, wie andere Parks sie bereits eingeführt haben, könnte Rogalla durchaus leben.

Bis dahin ist für Rogalla und seine 45 Mitarbeiter noch einiges zu tun. Alle haben Masken bekommen, manche neue Aufgaben: Die Kassiererin kümmert sich jetzt beispielsweise um die Wartung von Elektromobilen und Bollerwagen. „Der Betrieb ist zusammengerückt“, sagt Rogalla. „Unter Wahrung der Mindestabstände.“

Neues aus dem Maxipark zum Start in den Mai

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Neuer Anstrich im „Tal der 1000 Wasser“

An anderer Stelle wird weitergearbeitet wie bisher. Bäume müssen gewässert, Wege gesäubert, Unkraut mit Heißwasserspritzen bekämpft werden, und auch nach dem Eichenprozessionsspinner hält man Ausschau. An der einen oder anderen Stelle könne man sogar mehr als im Regelbetrieb machen, sagt Rogalla. Im „Tal der 1000 Wasser“ haben der Turm und die Krake einen neuen Anstrich bekommen.

Gleich nebenan ist der Spielplatz auf der neuen Tropeninsel praktisch fertig. Es gibt einen Maharadscha-Thron, einen Elefanten zum Draufklettern und wasserspeiende Palmen. Sollte der Park wieder öffnen können, käme den Spielplätzen eine entscheidende Bedeutung zu. Ohne Spielplätze, sagt Rogalla, sei eine Öffnung sinnlos.

Lego-Ausstellung ohne Besucher

Leer ist es derzeit auch noch in der Elektrohalle, wo die neue Lego-Ausstellung bereits aufgebaut ist. Ein Besucherrundgang mit Mundschutz wäre aus Rogallas Sicht kein Problem, nur die Spieltische, an den Kinder bei vorherigen Ausstellungen mit den kleinen Bausteinen basteln konnten, werde es wohl nicht geben.

Vergessen haben die Besucher den Park nicht. Für die Tipps, die das Grüne Klassenzimmer in sozialen Medien gebe, bekomme man viel Lob, sagt Rogalla. Es gebe auch immer wieder telefonische Anfragen, wann der Park wieder öffne. Erstaunlich sei aber, dass immer wieder Leute vor dem Tor stünden.

Verluste durch fehlende Eintritte

Bis Ende April fehlen dem Maximilianpark in der Corona-Krise Eintrittsgelder in Höhe von bis zu 700.000 Euro. Verluste durch fehlende Vermietungen und Verpachtungen seien da noch nicht eingerechnet, sagte Geschäftsführer Jörg Rogalla. Die 45 Mitarbeiter arbeiten bislang vollumfänglich weiter.

Die Maximilianpark GmbH wird zu 52 Prozent von der Stadt Hamm und zu 48 Prozent vom Regionalverband Ruhr (RVR) getragen. Das weitere Vorgehen werde mit den Gesellschaftern eng abgestimmt, so Rogalla. Beide hätten dem Park weitere Unterstützung signalisiert.

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