Schwimmer aufgepasst

Badespaß mit Abstand: Maximare kündigt erhebliche Änderungen an - späte Öffnung der Bäder in Hamm

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Die Manager des Maximares in Hamm sind zurückhaltend. In dem Spaß- und Wellnessbad wird sich einiges ändern.

[Update] Am Mittwoch dürfen Freibäder in NRW wieder öffnen. In Hamm bleiben die Becken noch eine ganze Zeit lang verwaist. Außerdem deutet sich eine Preisänderung im Rahmen der Coronavirus-Schutzmaßnahmen an.

  • Seit dem 20. Mai dürfen Freibäder in NRW trotz Coronavirus wieder öffnen.
  • In Hamm bleiben die Frei- und Hallenbäder allerdings länger geschlossen.
  • Mit Verlusten ist zu rechnen - eine Preisänderung ist möglich.

Hamm - Erst am 8. Juni ist es soweit. Dann öffnen gleichzeitig die beiden Freibäder in Berge und im Selbachpark und die Hallenbäder. Auch das Maximare startet dann wieder den Betrieb. Allerdings müssen Besucher auch dann noch - zweieinhalb Wochen nach der landesweiten Öffnungserlaubnis - mit Einschränkungen rechnen.

Maximare in Hamm: Hygienekonzept für Spaßbäder

Die Maximare-Manager zeigen sich zurückhaltend. Spaßbäder und Thermen dürfen ohnehin frühestens ab dem 30. Mai öffnen. Noch fehlen aber konkrete Vorgaben vom Land für diese Betriebe. 

Wir haben ein Hygienekonzept in Vorbereitung und orientieren uns an den bisherigen Vorgaben für Freibäder“, erklärte Dieter Vatheuer aus dem Management des Maximares.

Badesaison startet: Maximal 500 Badegäste im Maximare

Vatheuer geht von einer Höchstgrenze für den Bad-Bereich von 500 Besuchern aus. Das wäre etwa ein Drittel eines „normalen“ Öffnungstages. Die Wellen-Maschine und der Strömungskanal werden zunächst aus bleiben. „Andernfalls wäre Abstand halten im Wasser nicht möglich“, so Vatheuer. Noch nicht entschieden wurde über die Rutschen und das „Trollalaland“ für die kleinsten Gäste. Die Gastro soll erst wieder mit dem Badebetrieb anlaufen.

Saunieren soll – Stand Dienstag – auch ab dem 8. Juni wieder möglich sein. Allerdings ebenfalls mit Einschränkungen. Vatheuer: „Das Dampfbad bleibt geschlossen, Aufgüsse wird es nicht geben.

Massive Platzbeschränkungen im Bad- und Wellnessbereich

Wie schwierig es sein wird, die vorgeschriebenen Abstände und einen geordneten Betrieb zu vereinbaren, verdeutlichte Vatheuer mit eigenen Platz-Berechnungen. In die Duschräume dürften demnach nur jeweils zwei Besucher gleichzeitig, nur jeder dritte Spind stünde zur Verfügung. Die maximale Besucherzahl für den Saunabereich läge bei 100. Und von denen dürften nur 30 gleichzeitig in die Kabinen.

Das wird eine große Herausforderung, die wir nur mit zusätzlichen Mitarbeitern stemmen können“, erklärte Vatheuer. Am Eingang werde es einen Sicherheitsdienst geben, der den Einlass ordnet. Außerdem sollen im Maximare Listen ausgelegt werden.

Badesaison startet in Corona-Krise: Wird die Preisschraube gedreht?

Eines der Hauptprobleme für das Maximare und die Freibäder in Hamm: Der Betriebsaufwand ist höher, die Anzahl zahlender Gäste deutlich geringer. Verluste sind programmiert. 

Für die meisten Bäder ist es günstiger, wenn sie geschlossen bleiben“, so Vatheuer. „Weniger Attraktionen könnten auch andere Preise bedeuten.“ 

Freibäder in Hamm feilen noch am Hygienekonzept

Umfangreiche Hygieneregeln seien auch der Grund dafür, dass die Hammer Bäder noch geschlossen bleiben, erklärte Stadtwerke-Sprecherin Cornelia Helm auf WA-Anfrage am Dienstagmorgen.

"Wir sind noch nicht soweit. Das Hygienekonzept muss erst dem Gesundheitsamt vorgelegt werden. Mit der Ausarbeitung sind wir aber noch nicht fertig", so Helm. 

Zugangswege und Kassen-Organisation seien noch das kleinste Problem. "In beiden Freibädern haben wir ohnehin Kassenhäuschen mit Scheiben. Es wird separate Ein- und Ausgänge, Wartepunkte und Abstandmarkierungen geben", kündigte Helm an.

Freibäder in Hamm: Das sind die Regeln

Schwieriger wird es da schon in den Becken. Naturgemäß sind 1,50 Meter Abstand im Wasser weniger gut einzuhalten als mit festem Boden unter den Füßen. Deshalb dürften die Personaldecke aufgestockt, bewährte Schichtpläne umgestrickt werden.

Auch Maximalgrenzen in Sachen Besucheranzahl wird es - ähnlich wie im Tierpark und im Maxipark - für die Hammer Bäder geben.

Das Freibad im Selbachpark darf ab dem 8. Juni wieder genutzt werden.

Einstellen müssen sich Badegäste auch darauf, dass sie namentlich erfasst werden, um mögliche Infektionsketten zu verfolgen. Wie genau das umgesetzt wird, sei aber noch unklar. Namens- und Adresslisten seien eine Möglichkeit, andere Bäder setzen aktuell Online-Lösungen um.

Corona-Regeln: Mittags wir in den Freibädern geputzt

Zu den Öffnungszeiten ist noch nichts bekannt. Da befänden sich die Verantwortlichen noch in der Abstimmung. Möglich seien - wie anderswo - unterschiedliche Schwimmzeiten für Frühschwimmer, Familien oder After-Work-Badegäste. Mittags sind die Bäder aber in jedem Fall zu. Dann wird geputzt und desinfiziert.

Im Südbad wurden zuletzt noch letzte Reparaturen durchgeführt.

Eng dürfte es in den Duschen und Sammelumkleiden werden. Das Problem: Kontrollen sind dort wegen der Privats- und Intimsphäre so gut wie nicht möglich. Das Konzept werde aber sehr deutlich die Regeln festlegen so Helm. Maßnahmen wie in anderen Bädern, wo viele Spinde leer bleiben müssen und Warmduschen wegen des Wasserdampfes kalt bleiben, sind durchaus denkbar.

Rutschen und Sprungtürme tabu?

Welche Außenbereiche zur Verfügung stehen, ist ebenfalls noch ungewiss. Helm: "Wir haben große Liegewiesen, da kann man sich gut aus dem Weg gehen. Das geht aber nicht überall." Sprungtürme und Rutschen könnten gesperrt bleiben. Genauso wie die Kleinkindbereiche. Ob es die beliebte Freibad-Pommes oder den Eisverkauf geben wird, ist auch noch nicht entschieden.

Coronavirus in Hamm - weitere Infos:

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