Sanierung umfangreicher als geplant

Mauerbau am Hammer Hafen: kleine Baustelle, großes Problem

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Die Umleitung an der Hafenstraße: Viele halten sich nicht daran. Das sei gefährlich, warnen die Stadtwerke Hamm.

Bis die Mauer am Stadtwerkebahnhof an der Hafenstraße in Hamm wieder im Lot ist, wird es noch einige Zeit dauern. Denn was zunächst nach einer überschaubaren Baustelle aussah, brachte unerwartete Probleme mit sich.

Hamm – Leser hatten sich über eine schwierige und mitunter gefährliche Situation für Radfahrer und Fußgänger im Zuge der Baustelle beklagt. Auf Nachfrage unserer Zeitung äußerte sich jetzt Stadtwerke-Sprecherin Cornelia Helm zu dieser Problematik.

Eigentlich sollten die Arbeiten an der rund 400 Meter langen Natursteinmauer entlang der Hafenstraße zwischen „Aktivita“ und Bahngleisen schon vor gut einem Monat abgeschlossen sein, doch nun steht eine umfassendere Sanierung an. Nicht nur die Deckplatten erwiesen sich als porös, sondern auch das Mauerwerk darunter. Das habe sich erst beim Abnehmen der Platten und während der Arbeiten gezeigt, so die Sprecherin.

Aufgrund der umfassenderen Arbeiten habe eine neue Beauftragung erfolgen müssen, sagte Helm. „Der Auftrag ist inzwischen erteilt, aber die Baufirma hat angesichts anderer Aufträge Schwierigkeiten, dem nachzukommen.“ Wie lange sich das noch hinziehen kann? „Es kann eine Weile dauern“, so die Sprecherin. „Einen genauen Zeitpunkt können wir momentan nicht nennen.“

WA-Leser halten Situation für gefährlich

Während der Maßnahme wird der Rad- und Fußgängerverkehr von der südlichen Seite auf die Aktivita-Seite entlang der Kanalkante geführt. An beiden Enden der Baustelle sind Querungshilfen und entsprechende Beschilderungen aufgestellt. Die Situation halten WA-Leser trotzdem für zu gefährlich. Die Autofahrspuren seien sehr schmal, Radfahrer müssten teils die Fahrbahn benutzen und es könne angesichts des vorgeschriebenen Sicherheitsabstandes zu Engpässen auf der viel befahrenen Straße kommen.

Stadtwerkesprecherin Cornelia Helm weist im Gegenzug auf die eindeutige Ausweisung der Umleitung hin. Die Querungshilfen seien ordnungsgemäß aufgestellt.

Viele Radfahrer ignorieren Umleitung

Der WA-Besuch vor Ort zeigte: Zahlreiche Radfahrer ignorierten innerhalb kurzer Zeit die Absperrungen und Umleitungsschilder. Sie fuhren stattdessen weiter den gewohnten Weg entlang der Mauer. Dort befanden sich stellenweise herabgefallenes Mauerwerk und ganze Steine. An einer Stelle war die Absperrung aus dem Weg geräumt. „Die Missachtung der Absperrung und Beschilderung kann zu gefährlichen Situationen führen. Wir weisen dringend auf die Nutzung der Umleitung hin“, so Helm.

Tatsächlich bedeutet diese einen kleinen Schlenker, erfordert ein Absteigen der Radfahrer an den Querungshilfen und bringt vielleicht auch einen minimalen Zeitverlust mit sich, allerdings ist sie bei Beachtung aller Regeln einfach und vor allem sicher.

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