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Matthias Brakel wird Leiter der Städtischen Musikschule

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Von: Gisbert Sander

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Der neue Musikschulleiter wird begrüßt
Matthias Brakel wird neuer Musikschulleiter. Den Arbeitsvertrag erhielt er von Oberbürgermeister Marc Herter (rechts) und Personalchef Bernd Maßmann (links). © Reiner Mroß / Digitalfoto

Matthias Brakel wird der neue Leiter der Städtischen Musikschule. Der 37-Jährige tritt die Nachfolge seines in Ruhestand gegangenen Vorgängers Bernd Smalla am 1. September an – „wenn alles gut geht“, sagte Oberbürgermeister Marc Herter bei der Vorstellung am Donnerstag. Denn seit 2019 leitet Brakel die Musikschule der Stadt Hemer.

Hamm - 20 Bewerbungen gab es laut Herter, davon drei interne. Bei der Auswahl sei die Stadt von der Expertise von Matthias Pannes, Bundesgeschäftsführer des Verbandes Deutscher Musikschulen, unterstützt worden. „Matthias Brakel hat uns mit seiner Kompetenz überzeugt und damit, dass er die Frage nach der künftigen Ausrichtung der Musikschule in beachtlicher Weise geschildert hat“, sagte der OB.

Brakel wurde in Arnsberg-Neheim geboren, wo er 2003 sein Abitur ablegte. In Frankfurt/Main studierte er bis 2011 Instrumentalpädagogik im Hauptfach Klassische Gitarre und Künstlerische Ausbildung. Bis 2015 sammelte er in Frankfurt erste Berufserfahrung. Nachdem er 2012 geheiratet hatte und 2014 das erste Kind kam, fiel die Entscheidung gegen die Großstadt. Die Familie zog zurück nach Neheim, Brakel war dann an der Musikschule des Hochsauerlandkreises tätig – und auch schon in Hamm: erst als Honorarkraft, dann – bis Ende Januar 2019 – mit einer 80-Prozent-Stelle als Gitarrenlehrer.

Mehr Zusammenarbeit mit Schulen und Kubus

Matthias Brakel kennt die Problematik, dass in Musikschulen oft viele Lehrer mit wenig Unterrichtskontingent angestellt werden. Das würde er gerne ändern, um die Kollegen mehr in die gesamte Musikschularbeit einzubinden. Da er das Haus mit seinen Abläufen und auch viele Kollegen kennt, weiß er, dass er ein gut bestelltes Institut übernimmt. Weiterentwickeln möchte er die Zusammenarbeit mit allen Schulen – nicht nur Gymnasien, sondern beispielsweise auch Förderschulen. Brakel setzt auf solide Breitenarbeit als Basis einer Pyramide, bei der Übergänge möglich sind. Im Rock-Pop-Bereich stellt er sich Kooperationen mit Schulen und dem Kubus vor – und auch eine Big-Band würde er gerne wieder etablieren. Corona und der Lockdown hätten auch Vorteile neuer Lernformen gezeigt, darum werde „blended learning“ (Kombination der Vorteile von Präsenzveranstaltungen und E-Learning) ein weiteres Thema sein.

Einen Umzug nach Hamm plant Brakel nicht, weil er in Neheim gerade erst ein Haus gebaut hat. „Aber nach Hamm sind es nur 35 Minuten Fahrzeit mit dem Auto“, sagt er.

Möglichst rasch soll laut Herter die Stelle der stellvertretenden Musikschulleiterin Isabella Schreml ausgeschrieben werden, die „in Kürze“ zurück nach Berlin kehren werde.

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