Ernennung durch Staatspräsidenten

Neues Amt: Kämmerer Markus Kreuz künftig in italienischer Mission unterwegs

Stadtkämmerer Markus Kreuz ist nun auch Honorarkonsul.
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Stadtkämmerer Markus Kreuz ist nun auch Honorarkonsul.

Stadtkämmerer Markus Kreuz hat ab sofort eine weitere Aufgabe. Er ist vom italienischen Staat zum Honorarkonsul für einen großen Bezirk in NRW ernannt worden.

Hamm – Ihm ist es deshalb erlaubt, hoheitliche Akte durchzuführen: Er kann zum Beispiel Ausweisdokumente ausstellen oder entgegennehmen. Darüber hinaus wird er sich der Beziehungspflege in den Bereichen Kultur, Gesellschaft und Wirtschaft widmen. „Diese Rolle hat eine Scharnierfunktion zwischen Italien und Deutschland“, erklärt der 48-Jährige.

Aus Urlaubskontakten entstehen intensive Bande nach Italien

Kreuz hatte auch für die Stadt Hamm schon seine Kontakt nach Italien spielen lassen und unter anderem Delegationen aus Südeuropa die Stadt bei Besuchen vorgestellt. Zu Italien habe er schon länger intensive Verbindungen – zunächst über Urlaube und dann wegen immer mehr persönlicher Kontakte. „Ende 2019 wurde ich dann gefragt, ob ich Interesse habe. Seitdem lief das Verfahren“, so Kreuz.

Vor etwa zwei Wochen wurde der Stadtkämmerer, der in Hamm auch erster Beigeordneter und damit Vertreter von OB Marc Herter ist, vom italienischen Staatspräsidenten ernannt. Auch die Bundesregierung gab grünes Licht. Kreuz ist in Zukunft für einen Bezirk zuständig, der die Städte Hamm und Münster, die Kreise Soest, Warendorf, Coesfeld und Steinfurt sowie den Hochsauerland-Kreis und den kompletten Regierungsbezirk Detmold umfasst. Nachdem einige organisatorische Dinge geregelt sind, wird er seine nicht vergütete, praktische Arbeit als neuer Honorarkonsul aufnehmen.

Folgendes schreibt das Auswärtige Amt zum Thema Honorarkonsul:

„Honorarkonsuln sind an vielen Orten zusätzlich zu den diplomatischen und konsularischen Vertretungen tätig. Honorarkonsuln werden dort ernannt, wo die Einrichtung einer berufskonsularischen Vertretung zu aufwendig wäre, wegen der Größe des Amtsbezirks der zuständigen Auslandsvertretung und wegen der Zahl der ansässigen oder durchreisenden Deutschen aber eine örtliche Anlaufstelle sinnvoll ist.

Gegenwärtig gibt es etwa 350 Honorarkonsuln. Es handelt sich um ehrenamtlich tätige Personen, die keineswegs deutsche Staatsbürger sein müssen, sondern oft Angehörige des Empfangsstaates sind. Aufgrund ihrer langjährigen Berufserfahrung im Gastland haben sie gute Kontakte, sind mit den örtlichen Verhältnissen besonders vertraut und können daher Deutschen in Not wertvolle Hilfe leisten.

Die Honorarkonsuln sind nicht zu allen konsularischen Amtshandlungen befugt und auch nicht zu ständiger Anwesenheit verpflichtet.“

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