Berühmte Schwester

In die Wiege gelegt: Mark Idem ist der Neue im Bezirksdienst Pelkum

Sein Revier: Mark Idem ist der neue Bezirksbeamte in Pelkum.
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Sein Revier: Mark Idem ist der neue Bezirksbeamte in Pelkum. Im Hintergrund ist das Amtshaus Pelkum zu sehen, in dem sich sein Büro und das seiner Kollegin Britta Dopheide befinden.

Mark Idem ist der neue „Chef-Polizist“ in Pelkum. Sollte jemand über den Nachnamen stolpern: Ja, er hat eine berühmte Schwester.

Pelkum - Sein Beruf wurde ihm quasi in die Wiege gelegt. „Mein Vater, mein Patenonkel und meine Schwester waren Polizisten“, erzählt Mark Idem. Und für ihn sei schon früh klar gewesen, dass er einmal in ihre Fußstapfen treten werde.

Seit dem 1. Januar ist der Polizeihauptkommissar als Nachfolger von Günter Schulte im Bezirksdienst Pelkum tätig. Da auch Britta Dopheide mit Beginn des Jahres an ihren alten Arbeitsplatz im Amtshaus an der Kamener Straße 177 zurückgekehrt ist, ist der Bezirksdienst nach einem Jahr wieder komplett.

Mark Idem ist in Herringen aufgewachsen. Eine sportliche Karriere wie seine berühmte Schwester hat der 46-Jährige nie angestrebt. Er ist nämlich der Bruder von Josefa Idem, die im Jahre 2000 bei den Olympischen Spielen in Sydney – mittlerweile für Italien startend – die Goldmedaille im Einer-Kajak über 500 Meter gewonnen hatte. Später machte sie als Politikerin Karriere und war 2013 für einige Wochen sogar Ministerin für Sport, Jugend und Gleichberechtigung in Italien. Aus der Politik habe sie sich mittlerweile aber zurückgezogen, berichtet ihr Bruder.

Als Motorradpolizist viel unterwegs

Der wohnt mit seiner Frau und seinem Sohn im Kreis Soest und begann 1993 seine Ausbildung bei der Polizei – genauso wie seine neue Kollegin. „Wir haben sogar eine Fahrgemeinschaft gebildet“, sagt Dopheide. Für sie sei es wie ein Sechser im Lotto, dass Mark Idem sich für einen Wechsel zum Bezirksdienst entschieden habe und dann auch noch ausgerechnet in Pelkum gelandet sei.

In seinem neuen Revier kennt sich Idem schon gut aus, was vor allem seiner vorherigen Tätigkeit geschuldet ist: Als Motorradpolizist beim Verkehrsdienst der Polizei war er die letzten sieben Jahre im gesamten Stadtgebiet unterwegs. Seinen Wechsel in den Bezirksdienst begründet er zum einen damit, dass er nach einer Veränderung gesucht habe. Zum anderen wolle er möglichst viel Kontakt zu den Bürgern haben.

Seit dem 1. Januar ist Polizeihauptkommissar Mark Idem als Nachfolger von Günter Schulte im Bezirksdienst Pelkum tätig.

Vorstellungsrunde geht derzeit nicht

Aufgrund von Corona sind die derzeit jedoch stark eingeschränkt. Denn normalerweise ist es so, dass ein neuer Bezirksbeamter sich an seinen ersten Arbeitstagen den Menschen im Bezirk vorstellt – unter anderem in Kindergärten, Gemeinden, Schulen und Altenheimen. „Das geht derzeit natürlich nicht.“ Sobald es die Pandemie zulasse, werde er das nachholen.

Er und Britta Dopheide sind derzeit viel unterwegs, um auch die „letzten Ecken“ des Stadtbezirks zu erkunden. In den ersten Tagen habe er diesen als recht ruhig kennengelernt, so Idem, der damit auch die Einschätzung seines Vorgängers teilt.

Viele Rollerdiebstähle echtes Problem

Das heißt natürlich nicht, dass es in Pelkum nichts zu tun gibt. Am Freitag beispielsweise musste der Bezirksbeamte einen Haftbefehl vollstrecken und eine Aufenthaltsermittlung durchführen. Zudem haben er und Dopheide in den vergangenen Tagen die Verkehrssituation im Umfeld des Inlogparcs überprüft. Aktuell sei das der Schwerpunkt ihrer Arbeit. Unter anderem habe man einen fehlgeleiteten Lkw angehalten und die Sprinter-Verkehre in Höhe der Lkw-Sperre am Osterbönener Weg überprüft. Ein aktuelles Problem im Pelkum und auch in Herringen seien ferner, so Dopheide, die vielen Rollerdiebstähle.

Sobald die Schulen wieder an den Start gehen können, wird sich Mark Idem um die Schulwegsicherung kümmern. Mit der Schiller-, der Waldorfschule und der Alfred-Delp-Schule liegen drei Schulen in seinem Zuständigkeitsbereich, der sich von der Heinrichstraße bis zur Ortsgrenze Kamen/Bergkamen im Westen erstreckt. Aber auch in den anderen Ortsteilen – so wie jetzt in Weetfeld – wird Idem immer wieder anzutreffen sein, beispielsweise als Urlaubsvertretung für seine Kollegin. Gelegentlich wird er, sofern es die Lage dort erforderlich macht, auch in der Hauptwache aushelfen.

„Die Menschen sollen uns ansprechen“

Darüber hinaus werden beide viel mit dem Auto und zu Fuß im Bezirk unterwegs sein, um mit den Bürgern ins Gespräch zu kommen und bei kleinen und großen Problemen zu helfen. „Die Menschen sollen uns auf jeden Fall ansprechen. Und wenn wir nicht weiterhelfen können, vermitteln wir sie gerne an die zuständigen Mitarbeiter im Polizeipräsidium“, sagt Idem, der wie seine Kollegin im Nachgang von Straftaten und Unfällen auch für die Opferschutzbetreuung zuständig ist. „Auch die Nachbarschaftsbefragung nach Einbrüchen gehört zu unseren Aufgaben“, so der 46-Jährige, der in seiner Freizeit gerne wandert und nicht, was aufgrund seiner bisherigen beruflichen Tätigkeit zu vermuten wäre, Motorrad fährt. Das habe er vor Jahren verkauft.

Info

Die Pelkumer Bezirksbeamten sind immer mittwochs von 16 bis 17 Uhr im Amtshaus zu sprechen. Der neue Bezirksbeamte Mark Idem ist unter Telefon 8764033 zu erreichen.

Ab sofort bieten die beiden Bezirksbeamten wieder regelmäßige Sprechstunden in ihrem Büro im Amtshaus an – allerdings nur nach telefonischer Anmeldung. Erst wenn die Pandemie es zulässt, sind Anmeldungen nicht mehr erforderlich.

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