Künftiger OB zwischen Rathaus und Landtag

Herter im Doppelpack: Gespräche in Hamm, Kofferpacken in Düsseldorf

Marc Herter, künftiger OB in Hamm, hat sein Büro in Düsseldorf schon geräumt.
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Marc Herter hat sein Büro in Düsseldorf schon geräumt.

Marc Herter, künftiger Oberbürgermeister der Stadt Hamm, erlebt heute zum letzten Mal in seiner Funktion als Landtagsabgeordneter eine Sitzung des nordrhein-westfälischen Landtags.

Hamm - Zehn Jahre gehörte der 46-Jährige dem Parlament an, am 3. November wird Marc Herter als neu gewählter Oberbürgermeister der Stadt Hamm vereidigt. „Ich bin kein Typ, der zurückschaut, aber es war eine gute Zeit“, sagte Herter. Seine knappe Niederlage gegen Thomas Kutschaty um den Vorsitz der SPD-Fraktion im Frühjahr 2018 sei „lange abgehakt“.

Am Mittwoch räumte Herter sein Büro aus – mit Blick auf das Landeshaus, in dem sich die Staatskanzlei von Ministerpräsident Armin Laschet befindet. Nicht mehr benötigte Unterlagen kamen in einen Aktenvernichtungsbehälter. Auch als Oberbürgermeister will Herter stellvertretender Landeschef und Vorsitzender der SPD-Region Westliches Westfalen bleiben. Seinen letzten Redeauftritt hatte Herter am Donnerstag zum Antrag der SPD, das Wahlalter bei Landtagswahlen auf 16 abzusenken.

Marc Herter bald OB in Hamm: Freundschaftliche Gespräche mit fast allen

Zu der Frage, welche Koalition Hamm in Zukunft regiert, sagte Herter noch nichts. Nur so viel: „Wir haben mit allen demokratischen Parteien freundschaftliche Gespräche geführt.“ Die SPD habe mit CDU, Grünen, FDP, Linken und Pro Hamm sondiert. Einzig die AfD blieb außen vor. Ende dieser und spätestens Anfang kommender Woche werde man verkünden, mit wem die SPD Koalitionsgespräche aufnehmen werde. Bis dahin habe man Stillschweigen vereinbart, sagte Herter.

Eine Entscheidung sei noch nicht gefallen. „Das geht ja auch nicht nur einseitig von uns aus, das muss auch die andere Seite entscheiden.“ Möglicherweise müssten potenzielle Koalitionspartner noch ihre Mitglieder befragen. Die SPD plane aktuell keine Mitgliederbefragung – es sei denn, in den Gremien sei man sich über die Koalition nicht einig.

Zum Inhalt der Gespräche äußerte sich Herter nicht. Er beschreibt die Stimmung in allen Gesprächen als positiv: „Ich habe den Eindruck, dass alle Fraktionen im neuen Rat fair und im Sinne der Stadt zusammenarbeiten wollen.“ Das sei nicht selbstverständlich, habe in Hamm aber Tradition.

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