Mammutprojekt in Bockum-Hövel: Die Kanäle sind fertig, jetzt folgt der Straßenbau

Letzter Akt im Kanalbau: In der Bäumerstraße in Hamm Bockum-Hövel werden passgenau Löcher für die Kanalabdeckung gebohrt.
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Letzter Akt im Kanalbau: In der Bäumerstraße werden passgenau Löcher für die Kanalabdeckung gebohrt.

Nur noch wenige Restarbeiten sind an der Hammer Straße und der Bäumer Straße zu erledigen, dann ist ein weiterer Abschnitt des Bockum-Höveler Mammutprojekts abgeschlossen. Denn der Lippeverband hat seinen Beitrag zur Kanalsanierung abgeschlossen. Es folgen nur noch die Verlegung von Versorgungsleitungen der Stadtwerke und Straßenbauarbeiten.

Bockum-Hövel – Doch auch das wird insgesamt voraussichtlich noch einmal zwei Jahre in Anspruch nehmen. Insgesamt, so sagt Uwe Schöbel, Bauleiter Straßenbau bei der Stadt Hamm, liege man sehr gut im Zeitplan. Von Hammer Straße und Bäumer Straße müssen noch Baumaterialien beseitigt und die Straßenoberflächen noch gereinigt werden. Zudem wurden in der Bäumer Straße die Schachtabdeckungen für die Kanalisation eingebaut. Dazu wurden passgenaue Bohrungen im Asphalt vorgenommen. Bei beiden Straßen fehlen auch noch die Straßenmarkierung. Auch in der Blücher- und der Ziethenstraße sollen die Restarbeiten zügig zu Ende gehen. Schöbel schätzt, dass die Straßen in der Woche ab dem 23. August für den Verkehr freigegeben werden können.

Umfangreiche Arbeiten der Stadtwerke

Weiter geht es in der kommenden Woche in der Straße Zum Hülsen. Hier werden die Stadtwerke Leitungen verlegen. Da die Arbeiten sehr umfangreich seien, werde das voraussichtlich acht Wochen dauern, so Schöbel. Ab Anfang bis Mitte Oktober würden anschließend die Straßenbauarbeiten dort ausgeführt.

Die Stadtwerke ziehen derweil mit ihren Arbeiten weiter zur Friedrich-Ebert-Staße und verlegen Leitungen zwischen der Rautenstrauchstraße und der Hammer Straße. Anfang bis Mitte November ist dann in diesem Bereich der Start für den Straßenbau geplant. Wenn das Wetter mitspielt und alles glatt verläuft, sollen diese Arbeiten dann im Sommer des kommenden Jahres abgeschlossen sein. In diesem Bauabschnitt waren im vergangenen Jahr die Kanalbaumaßnahmen vorgezogen worden. Die Arbeitsgemeinschaft der beiden Tiefbaufirmen Heckmann und Schneider sind auf eigenen Vorschlag mit einem zusätzlichen Bautrupp angerückt, der unerwartet in der Coronazeit frei geworden war und sonst nicht hätte eingesetzt werden können. Das Vorziehen dieses Tiefbauabschnittes war möglich, weil die Friedrich-Ebert-Straße zu diesem Zeitpunkt im Bauablauf ohnehin eine Sackgasse war. Zu diesem Zeitpunkt beschleunigte es die Maßnahme um zwei bis drei Monate.

Es gibt zwei weitere Kreisverkehre

Der letzte große Akt des Mammutprojekts wird der Straßenbau der Hammer Straße zwischen Bülowstraße und Friedrich-Ebert-Straße sein. An beiden Enden werden nochmals Kreisverkehre entstehen. Wie Schöbel berichtet, sollen die Ausschreibungen für den Straßenbau Anfang des kommenden Jahres erfolgen, um mit den Bauarbeiten direkt im Anschluss an die Friedrich-Ebert-Straße im Sommer 2022 beginnen zu können. Auch dabei hänge es vor allem wieder vom Wetter ab, wann der Straßenabschnitt fertig sein wird. Man plane zum Ende 2023.

Für Dorothee Schütte von der Stadtentwässerung Hamm des Lippeverbandes ist die Baustelle jetzt so gut wie abgeschlossen „Wir haben alles drin“, sagt sie. Lediglich der Einbau der Schachtabdeckungen in der Bäumerstraße fällt noch in ihre Zuständigkeit und wird aktuell vorgenommen. Sie blickt erleichtert auf die vergangenen zwei Jahre zurück. Zu Beginn habe sie sehr großen Respekt vor dieser umfangreichen Baustelle gehabt. Galt es doch die einzelnen Bauabschnitte in sieben Straßenzügen aufeinander abzustimmen und alles zu koordinieren. „Das war wie ein Bermudadreieck“, sagt sie.

„Eine spannende und gute Baumaßnahme“

Aus heutiger Sicht habe jedoch alles sehr gut funktioniert. Das liege an der hervorragenden Zusammenarbeit aller Beteiligten, wie zum Beispiel den Tiefbauunternehmen, den Stadtwerken, der Telekom, aber auch der Anwohner, Grundstückeigentümer und Geschäftsleute. Fast alle hätten konstruktiv mitgeholfen und die Sache dadurch sehr erleichtert. Als Beispiel nannte sie einen Grundstückseigentümer, der einen Zaun entfernen ließ, damit die Anlieger über sein Grundstück das Nachbargrundstück erreichen konnten, während die Tiefbauarbeiten in der Straße liefen. „Das ist in Bockum-Hövel oft so. Die Leute regen sich nicht sofort auf, sondern helfen mit. Das war eine spannende und gute Baumaßnahme“, sagt sie.

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