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Warum platzen die Hammer Freibäder nicht aus allen Nähten?

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Hamm - Das anhaltende Supersommerwetter treibt viele Hammer in die Freibäder. Schon zum Ende der ersten Ferienwoche waren so viele Besucher dort wie in der ganzen Saison 2017. Doch Obacht: Es gibt auch eine andere Möglichkeit der Beurteilung. Und da stellt sich die Frage nach dem "Warum".

Topnoten für Selbachpark.

Topnoten für Erlbad.

Mai 2018: Frühes Freibadwetter, Juni 2018: bestes Freibadwetter, Juli 2018: Top-Freibadwetter. Und kein Ende in Sicht - im Gegenteil! Bis jetzt summiert sich die Besucherzahl von Südbad und Selbachpark auf rund 100.000. Zum Vergleich: Im September 2017 schlossen die Stadtwerke die Saisonakte mit exakt 93.553 Besucher. Daher zeigte sich Stadtwerke-Sprecherin Cornelia Helm auf Nachfrage einerseits zufrieden, und zugleich optimistisch für den weiteren Saisonverlauf. Im besten Fall erreiche man am Ende 150.000 Besucher. Trotzdem: Wenn man genau hinsieht, sind die Zahlen weniger rosig als sie scheinen.

Zum Vergleich:

Im Parkbad Oelde wurde vor wenigen Tagen der 60.000 Badegast begrüßt. Oelde hat knapp 30.000 Einwohner.

Ins Erlbad Drensteinfurt kamen in der laufenden Saison bisher rund 80.000 Besucher. Drensteinfurt hat gut 15.000 Einwohner.

3000 statt 5000 Besucher

Und nun Hamm: Im Durchschnitt wurde jedes Freibad seit Saisonstart von rund 50.000 Menschen besucht. Hamm hat aber 180.000 Einwohner - und damit ein Vielfaches der genannten Nachbarstädte. So gesehen hat die oft kritisierte Reduzierung der Freibadzahl über die Jahre nicht dazu geführt, dass die verbliebenen Einrichtungen heute bei gutem Wetter aus allen Nähten platzen. Eigentlich passen jeweils bis zu 5000 Besucher rein. Aber auch bei richtig gutem Wetter wurde kaum mal die Hälfte davon erreicht.

Der Erfolg der oben genannten anderen angrenzenden Bäder widerlegt darüber hinaus auch die mögliche These, dass sich klassische Freibäder grundsätzlich überlebt haben könnten.

Starke Zahlen im Maximare

Spannend ist indes auch der Blick in den Hammer Osten: Trotz klassische Freibad-Temperaturen verzeichnet das größtenteils überdachte Maximare einen starken Zulauf. Allein für die Aquawelt wurden von Mai bis zum 22. Juli mehr als 80.000 Gäste gezählt. Allein an den jüngsten Wochenenden kamen dorthin jeweils um die 3500 Schwimmfans.

Mit diesen Zahlen zeigt sich Maximare-Sprecher Christian Fecke sehr zufrieden. "Wir erleben schon seit wenigen Sommern, dass die Liegefläche draußen beliebt ist. Die neue Rutsche ist immer noch neu, und viele testen sie jetzt", benennt Fecke mögliche Gründe. Und doch gesteht er verblüfft: "Für mich ist das ehrlich gesagt überraschend, wie viele Menschen bei diesem Wetter zu uns kommen."

Liebe Leser:

Warum sind die Hammer Freibäder nicht so voll wie sie sein könnten?

Haben Sie eine Idee?

- Sind sie womöglich zu unattraktiv?

- Sind die Alternativangebote zu stark?

- Ist das Interesse an Freibädern in Hamm generell gesunken?

- Oder brauchen wir trotz allem, wie von den Linken mehrfach gefordert, ein drittes Freibad in Hamm?

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