Stadt Hamm bekommt Zutritt

Märkischer Reiterverein: Abbruch der Anlage wird akut

Die ehemalige Reithalle des Märkischen Reitervereins und weitere Gebäude sollen Anfang 2022 abgerissen werden.
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Ein trauriges Bild: Die ehemalige Reithalle des Märkischen Reitervereins und weitere Gebäude sollen, wie die Stadt jetzt mitteilte, Anfang 2022 abgerissen werden.

Die leerstehenden Gebäude des Märkischen Reitervereins in Hamm sollen nach Angaben der Stadtverwaltung zu Beginn 2022 abgebrochen werden. Derzeit wird die Anlage auf mögliche Schadstoffe untersucht.

Hamm – Der insolvente Verein hatte den Betrieb vor gut einem Jahr eingestellt. Die 1971 errichtete Reithalle und die Stallungen stehen seitdem leer. Das 16.000 Quadratmeter große Gelände ist mittlerweile an die Stadt zurückgefallen. Grundsätzlich soll es mit einfachen Mitteln „ansprechend und funktional gestaltet“ werden, heißt es in einer Verwaltungsstellungnahme für den Stadtentwicklungsausschuss. Die CDU hatte dort ein „hochwertiges Erweiterungskonzept“ für den Kurpark gefordert, war mit ihrem Antrag aber gescheitert.

Städtische Mitarbeiter hätten seit einigen Tagen Zugang zu den Gebäuden, sagte Stadtsprecher Lukas Huster. Ein beauftragter Fachplaner für Schadstoffsanierung und Abbrucharbeiten begehe das Gebäude und nehme Proben, um festzustellen, ob Schadstoffe vorhanden sind. „Im Anschluss wird die Stadt ein Leistungsverzeichnis für die Ausschreibung der Arbeiten erstellen.“ Nach aktuellem Stand hoffe man, bis Ende des Jahres ein Unternehmen beauftragen können, sodass der tatsächliche Abbruch der Gebäude Anfang 2022 erfolgen könnte.

Märkischer Reiterverein: Betrieb im August 2020 eingestellt

Im August 2020 war – aus dem ersten Corona-Lockdown heraus – der Betrieb auf dem weitläufigen Gelände an der Fährstraße eingestellt worden, wenige Monate später wurde das Insolvenzverfahren als abgeschlossen veröffentlicht. Seitdem wurde über die Nachnutzung der städtischen Fläche, auf der vom Märkischen Reiterverein neben Reithalle, Gastronomie, Stallungen und Führanlage auch zwei Reitplätze und weitere Paddocks angelegt worden sind, immer wieder spekuliert.

Im April 2020 waren auf der Anlage des Reitervereins zwei Stuten vergewaltigt worden. Der unglaubliche Vorfall zog damals weite Kreise über Hamm hinaus.

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