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Männer in Hamm drücken sich vor Arztbesuchen

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Männer in Hamm gehen bei Schmerzen oder anderen Krankheitssymptomen nicht sofort zum Arzt.
Männer in Hamm sind Vorsorgemuffel. © Christin Klose/dpa

Die Männer in Hamm sind beharrliche Vorsorgemuffel. Das bestätigt eine aktuelle Auswertung der AOK Nord-West.

Hamm – Danach war im vergangenen Jahr nicht einmal jeder sechste Mann über 45 Jahren (16,1 Prozent) bei der Krebs-Früherkennung. In 2019 waren es 17,5 Prozent. Durch die Krebsvorsorge ist es möglich, bereits Frühstadien von Krebs zu erkennen. „Die Chance der frühen Diagnostik sollte unbedingt genutzt werden“, sagt AOK-Serviceregionsleiter Jörg Kock.

Nach den derzeit aktuellsten Zahlen des Krebsregisters NRW wurden in Nordrhein-Westfalen im Jahr 2018 insgesamt 157.908 Krebs-Neuerkrankungen und 52.412 Todesfälle erfasst. Die Zahlen zeigen, wie wichtig es ist, auf Warnzeichen des Körpers zu achten und Risiken nicht zu ignorieren. Finanzielle Gründe für das geringe Interesse an der Krebsvorsorge scheiden jedenfalls aus. „Die gesetzlichen Früherkennungsuntersuchungen werden von den gesetzlichen Krankenkassen vollständig bezahlt”, sagt Kock.

Männer haben ab dem Alter von 45 Jahren einmal im Jahr Anspruch auf Untersuchungen zur Früherkennung von Krebserkrankungen. Dazu gehören die Untersuchung der Prostata, der äußeren Geschlechtsorgane sowie das Abtasten der Lymphknoten. Männer können ab 50 Jahren zweimal eine Darmspiegelung auf Kosten ihrer gesetzlichen Krankenkasse vornehmen lassen. Die zweite Darmspiegelung wird frühestens zehn Jahre nach der ersten angeboten, sofern bei der ersten Darmspiegelung keine Auffälligkeiten gefunden wurden. Wahlweise kann jährlich ein Schnelltest auf verborgenes Blut im Stuhl vorgenommen werden, ab 55 Jahren alle zwei Jahre. 

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