WA.de-Serie "Mut zu Hamm" (Teil 2)

Bernd Mönkebüscher (52), Hamm: "Erlebe die Stadt sehr offen"

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Bernd Mönkebüscher mag den direkten Umgang, den man in Hamm miteinander pflegt.

Hamm - Vor elf Jahren ist Bernd Mönkebüscher aus beruflichen Gründen nach Hamm gekommen. Schnell hat sich der umtriebige Pfarrer von St. Agnes in der Innenstadt im ganzen Stadtgebiet einen Namen gemacht. Sein „Mut zu Hamm“ hat sich bezahlt gemacht.

Mönkebüscher fühlt sich wohl in Hamm und hat den besonderen Menschenschlag hier zu schätzen gelernt. Markus Hanneken hat dem in Hamm wohnenden 52-Jährigen die Fragen unserer neuen Serie gestellt. 

Die Serie. Neben Wegzügen kommen auch immer wieder Menschen bewusst von außerhalb nach Hamm, finden hier eine Wirkungsstätte – und bleiben dauerhaft. Manche von ihnen arbeiten in oder für die Öffentlichkeit und vertreten damit die Stadt mit ihrem Gesicht nach außen. Um solche Hammer geht es in unserer Serie „Mut zu Hamm“, die wir lose fortsetzen werden.Woher stammen Sie? Wo und wann haben Sie vor Hamm beruflich Ihre Erfahrungen gemacht?
Bernd Mönkebüscher: Ich stamme gebürtig aus Werl. Meine erste Stelle als Vikar war von 1992 bis 1996 in Meschede, dann folgten zwei Jahre in Olpe, fünf Jahre in Menden-Hüingsen, vier Jahre Pfarrer in Altenrüthen.

Seit wann sind Sie in Hamm in diesem Job aktiv? 
Mönkebüscher: Ich bin seit August 2007 in Hamm. 

Warum sind Sie einst nach Hamm gekommen? 
Mönkebüscher: Ich habe mich auf die damals frei gewordene Pfarrei St. Agnes in Hamm beworben. Damals wurden Pfarrstellen noch ausgeschrieben. Ich wollte gern im Umkreis von Werl leben und arbeiten. Und die ersten Gespräche in der Bewerbungszeit machten mir dazu Mut. 

Haben Sie in dieser Zeit mal mit Wegzuggedanken gespielt? 
Mönkebüscher: Nein! Zum einen kann man sich in meinem Beruf nicht eine Traumstadt aussuchen, weil das mit möglichen freien Stellen zu tun hat; zum anderen hätte ich nicht unbedingt Kriterien für eine Traumstadt. Und mittlerweile schätze ich die bunte Mischung in Hamm und die vielen Möglichkeiten, „im Grünen“ zu sein. 

Die Serie. Neben Wegzügen kommen auch immer wieder Menschen bewusst von außerhalb nach Hamm, finden hier eine Wirkungsstätte – und bleiben dauerhaft. Manche von ihnen arbeiten in oder für die Öffentlichkeit und vertreten damit die Stadt mit ihrem Gesicht nach außen. Um solche Hammer geht es in unserer Serie „Mut zu Hamm“, die wir lose fortsetzen werden.

Seit wann sind Sie in Hamm in diesem Job aktiv? 
Warum sind Sie einst nach Hamm gekommen? 
Haben Sie in dieser Zeit mal mit Wegzuggedanken gespielt? 

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Warum sind Sie geblieben? 
Mönkebüscher: Ich fühle mich in der Stadt und auch in den Gemeinden, in denen ich mit dem Pastoralteam und vielen Mitarbeitenden arbeite, sehr wohl. Ich erlebe die Stadt und die in ihr wohnenden Menschen größtenteils sehr offen. Ich finde nichts Übertriebenes oder irgendwie künstlich Wirkendes, sondern sehe viele Menschen, die etwas für ein gutes Miteinander in Kirche und Kommune tun. 

Welchen Eindruck haben Sie von den Menschen in Hamm – auch und besonders im Vergleich zu vorherigen Wirkungsorten? 
Mönkebüscher: In Hamm sind Menschen verschiedener Nationen Zuhause. Ich sehe, wie gut etwa in den Kitas das Miteinander verschiedener Kulturräume gelebt werden kann. Ich mag die ehrliche Sprechweise, in der die Menschen miteinander kommunizieren.

Was lief beziehungsweise läuft gut aus beruflicher Sicht? 
Mönkebüscher: Ich sehe, wie die Kirchen immer noch und immer neu Menschen zusammenführen, den Blick auf Benachteiligte lenken, Unrecht beim Namen nennen, Halt vermitteln. Ich sehe die wertvollen Einrichtungen, die vom christlichen Geist geprägt sind: die Franziskusküche, das Christliche Hospiz am Roten Läppchen, die Krankenhäuser, Kitas, Caritas, Diakonie, Sozialdienste, Pflegeeinrichtungen und vieles mehr. 

Was ist verbesserungswürdig, aus beruflicher Sicht, und was müsste sich dafür gegebenenfalls ändern? 
Mönkebüscher: Ich weiß, es ist ein Teufelskreis: Die Innenstadt finde ich nicht sehr attraktiv, andererseits kaufen viele Hammer dann lieber – teurer – in Münster und Dortmund ein. Aus beruflicher Sicht schätze ich sehr das gute und vertrauenswürdige Miteinander von Kirche(n) und Stadt.

Warum sind Sie geblieben? 
Welchen Eindruck haben Sie von den Menschen in Hamm – auch und besonders im Vergleich zu vorherigen Wirkungsorten? 
Was lief beziehungsweise läuft gut aus beruflicher Sicht? 
Was ist verbesserungswürdig, aus beruflicher Sicht, und was müsste sich dafür gegebenenfalls ändern? 

Teil 1 unserer Serie "Mut zu Hamm"

Karsten Plaß (48), Hamm: "Hört auf mit dem Rumgejammere!"

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