Baustart im Gewerbegebiet

Groß wie 16 Fußballfelder: Riesiger Logistikpark entsteht in Uentrop

Hines kaufte zwei Flächen im Süden des Gewerbegebiets Uentrop, neben Reiling, DHL, Trianel, Baustart Ende Oktober (Foto  Stand Mitte November
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Beeindruckende Ausmaße: Hines kaufte zwei insgesamt 16 Fußballfelder große Flächen im Süden des Gewerbegebiets, in direkter Nachbarschaft zu den Unternehmensstandorten von Reiling und DHL (beide links) und Trianel (rechts). Während die eine Fläche schon erkennbar vorbereitet ist, haben die Erdarbeiten auf dem zweiten Areal (vorne) erst begonnen (das Foto zeigt den Stand Mitte November).

Die Ausmaße sind beeindruckend: Bauarbeiter haben in Uentrop begonnen, mit schwerem Gerät den Weg für den „DistributionPark Hamm“ zu bereiten. Immobilienentwickler Hines schafft eine Menge Platz für Logistiker.

Uentrop – Etwas mehr als 16 Fußballfelder sind die beiden sich gegenüberliegende Flächen an der Trianelstraße und K’Park-Straße groß. Zwischen Trianel-Kraftwerk und DuPont lässt der international operierende Immobilienentwickler Hines zwei große Gebäudekomplexe mit Büros und Lagerhallen für Logistiker entstehen. Damit reichen die Neubauten nahe an die Dimensionen des Edeka-Logistikzentrums in Rhynern heran – allerdings entsteht in Uentrop kein Hochregallager.

Als das Investmentunternehmen Ende Mai sein Projekt vorstellte, stand der Zeitplan noch nicht fest. Es fehlte zudem noch ein Artenschutzgutachten. Fünf Monate später sind die Bagger angerückt. „Die Bauarbeiten am DistributionPark haben mit den Erdarbeiten planmäßig Ende Oktober begonnen“, sagt ein Sprecher von Hines auf Anfrage. Auch die fehlende Untersuchung des Geländes ist erfolgt. „Durch eine ökologische Baubegleitung wird jederzeit sichergestellt, dass alle Auflagen in Bezug auf Flora und Fauna streng eingehalten werden“, sagt der Unternehmenssprecher. „Das heißt, auch alle Artenschutzgutachten liegen entsprechend vor.“ Eine Anfrage bei der Stadtverwaltung zu den Ergebnissen des Artenschutzgutachtens blieb zunächst unbeantwortet.

Eine Menge Erde und Schotter in Bewegung: Seit Ende Oktober ebnen die Bauarbeiter mit schwerem Gerät den Weg zum DistributionPark von Hines.

Der Immobilien-Entwickler Hines kaufte 2019 von Trianel die Flächen im Süden des Gewerbegebiets Uentrop (K’Park) und stellte einen Bauantrag für den DistributionPark Hamm. Die Baugenehmigung kam im Frühjahr.

Auf einer Fläche von etwa 115.400 Quadratmetern lässt Hines zwei Gebäudekomplexe entstehen. Die so genannte Brutto-Grundfläche (gemäß Gebäudeaußenmaßen) beträgt rund 71.000 Quadratmeter. Wie viel das Immobilien-Unternehmen in das Projekt investiert, ist nicht bekannt.

Im Schatten des Trianel-Kraftwerks: Die Visualisierung zeigt die beiden Gebäudekomplexe von Hines. Sie entstehen an der K’Park-Straße (vorne) und an der Trianelstraße (rechts).

Wer den Logistikstandort künftig nutzen wird, „ist noch nicht spruchreif“. „Hierzu führen wir derzeit eine Reihe von Gesprächen mit Interessenten“, sagt der Unternehmenssprecher.

Mehrere Mieter können einziehen. Logistik- und Büroflächen lassen sich entsprechend aufteilen. „Die flexiblen Grundrisse bieten potentiellen Mietern die Möglichkeit, Logistikflächen ab circa 9 000 Quadratmeter anzumieten“, sagt er. Derweil werden die Arbeiten am Logistikstandort fortgesetzt. Die Fertigstellung sei für das vierte Quartal 2021 geplant, erklärt er.

Logistik-Entwickler Hines baut „DistributionPark“ in Uentrop

Logistik-Entwickler Hines baut „DistributionPark“ in Uentrop
Logistik-Entwickler Hines baut „DistributionPark“ in Uentrop
Logistik-Entwickler Hines baut „DistributionPark“ in Uentrop
Logistik-Entwickler Hines baut „DistributionPark“ in Uentrop
Logistik-Entwickler Hines baut „DistributionPark“ in Uentrop

Kritik an der Logistikbranche

Die Nachricht von der Ansiedlung eines großen Logistikkomplexes in Uentrop stieß im Frühjahr bei der Wirtschaftsförderung Hamm sowie bei der Ratsopposition, den Grünen, die Linke und Pro Hamm auf Kritik. Die betraf die Logistikbranche im Allgemeinen. Sie steht für geringe Löhne und schlechte Arbeitsbedingungen. Neben Immissionen und negativen Auswirkungen auf die benachbarten Biotope befürchten sie einen „Verkehrskollaps“. Wie stark der Lkw-Verkehr in Richtung Autobahn 2 zunehmen wird, lässt sich jedoch erst abschätzen, wenn die künftigen Mieter bekannt sind.

Im Allgemeinen gilt der Standort Uentrop als verkehrsgünstig an der A2 gelegen. Das Gewerbegebiet ist jedoch eines der größten im östlichen Ruhrgebiet und entsprechend weitläufig. So liegen die neuen Logistikflächen rund 4,8 Kilometer vom Autobahnanschluss entfernt. Ein weiterer Anschluss in Höhe K’Park war zumindest schon mal als Stichwort gefallen, zuletzt mit der angedachten südlichen Erweiterung des Gewerbegebiets. Nach erheblichem Widerstand aus der Bevölkerung ist diese aber vom Tisch.

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