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Lockdown wohl vom Tisch: Weiteres Aufatmen in Hamm trotz steigender Corona-Fallzahlen

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Bei Westfleisch in Uentrop fielen von über 1.000 Coronatests nur zwei positiv aus.

Hamm - Die Zahl der Corona-Infizierten steigt in Hamm weiter an. Trotzdem rückt ein drohender Lockdown weiter in die Ferne.

Am Dienstagmittag waren 55 akut Infizierte beim Gesundheitsamt registriert. Das waren vier mehr als am Montag. Neben dem Kind aus der Baptisten-Gemeinde waren in den letzten 24 Stunden noch zwei positive Ergebnisse von in Hamm lebenden Tönnies-Mitarbeitern und einem Angehörigen eines Mitarbeiters eingetroffen.

Fast alle Coronafälle in Hamm haben damit einen Bezug zur Tönnies-Schlachtfabrik in Rheda-Wiedenbrück. 36 Infizierte sind Tönnies-Mitarbeiter, 15 weitere sind Angehörige von Mitarbeitern. Lediglich vier Personen haben überhaupt keinen Bezug zu dem Schlachthof.

Drei Personen aus Hamm wurden am Dienstag stationär in einem Krankenhaus behandelt.

Erneuter Lockdown? OB optimistisch

Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann zeigte sich angesichts der Entwicklung optimistisch, dass es in Hamm zumindest vorerst nicht zu einem Lockdown kommen werde. "Eine 100-prozentige Sicherheit gibt es aber nicht", so das Stadtoberhaupt.

Von der Massentestung bei Westfleisch im Uentrop lagen am Dienstag nahezu alle Ergebnisse vor. 1.034 Test waren negativ ausgefallen. Bei zwei Mitarbeiter war das Virus nachgewiesen worden. Diese wohnen aber beide nicht in Hamm und belasten somit nicht die örtliche Statistik. Der eine stammt aus Oer-Erkenschwick, der andere aus Hannover. Elf Testergebnisse fehlten am Dienstagmittag noch.

Zweiter Massentest auf Corona bei Westfleisch in Uentrop

Viele negative Ergebnisse an Schulen

Trotz des Falls an der Hermann-Gmeiner-Schule und der Schließung dort gab es ebenso keine Hinweise für Hotspots an Hammer Schulen. Im Gegenteil: Auch hier gab es positive Nachrichten. Alle Schüler und Lehrer der drei Klassen an der Gebrüder-Grimm-Schule, der Friedrich-Ebert-Realschule und der Albert-Schweitzer-Schule sind negativ getestet worden.

In diesen Klassen war jeweils ein Kind, das sich bei seinen Eltern (Mutter oder Vater arbeiten bei Tönnies) angesteckt hatte, untergebracht. Auch in den Parallelklassen hat sich anscheinend niemand infiziert. Verdachtsfälle von anderen Schulen waren gestern ebenfalls nicht hinzugekommen.

Weniger Tönnies-Mitarbeiter in Hamm

In Hamm leben zudem anscheinend weniger Tönnies-Mitarbeiter als zunächst angenommen worden war. Die Zahlen wurden am Dienstag nach unten korrigiert. Demnach sind 104 und nicht 109 in Hamm beheimatet. 90 Testergebnisse lagen am Dienstag vor. 36 Personen aus der Gruppe haben sich infiziert, bei 54 fiel der Test negativ aus. Weitere elf Personen sind nicht mehr bei Tönnies beziehungsweise schon so lange anderweitig erkrankt, dass sie erst gar nicht getestet wurden.

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