Weitere Einbußen im Hammer Osten

Lockdown-Verlängerung in Hamm: Eishalle greift zu Plan C

Auch im Lockdown muss das Eis gepflegt werden
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Auch im Lockdown muss das Eis gepflegt werden.

Als im November alle Freizeiteinrichtungen schließen mussten, dachten die Verantwortlichen der Hammer Eishalle, dass es bald schon wieder losgehen könnte. Doch daraus wird auch weiter nichts.

Hamm – Der November ist eigentlich der Monat, in dem die Eishalle Hamm die meisten Besucher zählt und auch ordentlich Geld in die Kassen der Eis-Genossenschaft spült. Sie betreibt die Eishalle. In diesem Jahr wurden die Verantwortlichen kalt von den Corona-Maßnahmen erwischt – vor allem, auch weil viel Mühe und Geld in ein Schutzkonzept gesteckt worden ist. (News zum Coronavirus in Hamm.)

Für die Öffentlichkeit bleibt die Halle dicht und auch die Gastronomie ist nach wie vor geschlossen. „Ein herber Schlag für uns“, sagt Betriebsleiter Dirk Sowicki. Alleine für den November beziffert er die Einnahmeausfälle auf 55.000 Euro. Nun schmilzt das finanzielle Polster weiter, für den Dezember sind ebenfalls (fast) keine Einnahmen zu erwarten und wie es im kommenden Jahr weitergeht, kann noch niemand prognostizieren.

Die Hammer Eis eG als Betreiberin hat nun reagiert und auch die Eismeister in Kurzarbeit geschickt, für die Mitarbeiter der Gastronomie wurde die Kurzarbeit bereits vor einem Monat beantragt und bewilligt. Vergangenen Mittwoch hat der Steuerberater der Genossenschaft einen Förderantrag zum Hilfsfonds gestellt. 75 Prozent der Einnahmeausfälle hat die Bundesregierung in Aussicht gestellt. „Wir hoffen, dass wir die auch bekommen“, sagt Sowicki.

Eisbären zwingen zum Jeden-Tag-Betrieb

Ansonsten rechnen die Verantwortlichen mit spitzem Bleistift und überprüfen jede Ausgabe. Die Eisdecke haben sie ein wenig dünner gemacht und dadurch 50 Prozent der Energiekosten gespart. Ganz schließen und das Eis zum Schmelzen bringen kann und will die Eis eG nicht. Die Hammer Eisbären gelten als Profimannschaft, der Wettbewerb wird aufrecht erhalten. Sowicki: „Deshalb müssen wir jeden Tag die Halle betreiben.“ Denn jeden morgen trainieren die Eishockey-Spieler zwei Stunden und mehrmals in der Woche auch in den Abendstunden. Die Mannschaft wird die Saison wohl zu Ende spielen – und so kommt wenigstens ein wenig Geld in die Kassen.

Trotz immer wieder neuer Tiefschläge lassen sich Dirk Sowicki und sein Team die Freude nicht nehmen. „Wir wären nicht die Eis-Genossenschaft, wenn wir nach einem Plan B nicht auch einen Plan C in der Tasche haben“, sagt er. Und so hofft er darauf, dass in dieser Saison die Eishalle wieder öffnen darf. Technisch wäre das kein Problem. „Innerhalb weniger Stunden haben wir die Eisfläche wieder auf Normal-Niveau, das heißt auf eine Dicke von fünf Zentimetern gefahren.

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