Hammer Studenten sauer auf "Lippesee"-FDP

HAMM - Mit Verwunderung und Unverständnis reagiert die Studentenschaft auf Vereinnahmungsversuche der Lokalpolitik. Aktueller Anlass für die Kritik seien öffentliche Äußerungen der FDP im WA, in dem das Lippesee-Thema mit der Ansiedlung der neuen Fachhochschule verknüpft wurde.

Das sagt Dennis Tokarczyk, Referent für Öffentlichkeitsarbeit des Allgemeinen Studierendenausschusses der Hochschule Hamm-Lippstadt. „Wir finden es ja schön, wenn die Hammer uns etwas Gutes tun möchten, aber es wäre schöner, wenn man auch mit uns redet, bevor man über uns redet“, so Tokarczyk.

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Die Studenten sähen sich gezwungen, öffentlich Stellung zu beziehen, da die FDP-Ratsfraktion die Studierendenschaft zum wiederholten Male in ihre Argumentation einbringe, „ohne vorher nach unserer Meinung gefragt zu haben. Verwundert seien die HSHL-Studenten insbesondere auch deshalb, weil die FDP sich auf ein Anschreiben der Studierendenverwaltung vom August 2013 mit der Einladung zu einem Kennenlerngespräch bis heute nicht gemeldet habe. Grüne und SPD hätten seinerzeit darauf reagiert.

Von der FDP habe es nicht einmal eine Rückmeldung gegeben „und auch keine Anfrage, wo die wahren Probleme der Studierenden liegen“, sagte Tokarczyk. Auch habe es keinerlei Anfrage der FDP gegeben, ob sich die Studierenden ein solches Projekt wie den Lippesee überhaupt wünschen. „Wir lesen ungern in der Presse darüber, was wir haben möchten oder gebrauchen können, wenn man uns vorher nicht einmal gefragt hat“, sagte der Studierendensprecher.

Der Schuh drücke die Studierenden eher im Alltag. Zum Beispiel verfügbare Wohnraumangebote im Raum Heessen, die für studentisches Wohnen angeboten worden seien. Für Studierende seien Verbesserungen im Öffentlichen Personennahverkehr deshalb wünschenswert, insbesondere eine integrierte Taktung von Zug- und Busverbindungen, um zügig zum Campus zu kommen, sagte Tokarczyk. „Wir arbeiten diesbezüglich bereits mit verschiedenen Stellen bei der Stadt zusammen“, sagte Tokarczyk. Die Studierenden stünden darüber hinaus auch gerne für weitere Kooperationen bereit. „Aber dazu müsste man schon mit uns sprechen.“ - dfb

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