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Lippesee würde Millionen-Investitionen infrage stellen

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Vor zwei Jahren wurde die Fernwärmeleitung in Betrieb genommen. Für den Lippesee müsste sie in Teilen weichen.

HAMM - Der Bau des Lippesees hätte Folgen für die Stadtwerke und den Lippeverband. Denn ein Teilstück der neuen 14 Millionen teuren Fernwärmeleitung müsste dann verlegt werden. Dazu hatten sich die Stadtwerke verpflichtet, falls der Lippesee doch realisiert werde.

Ein K.o.-Kriterium für den Lippesee wäre das aber nicht: „Wir mussten uns seinerzeit gegenüber der Stadt Hamm und dem Lippeverband dazu verpflichten, dass wir im Falle einer späteren Realisierung des Lippesees die Fernwärmetrasse verlegen werden“, sagte Helm. Freilich auf eigene Rechnung – wie teuer das die Stadtwerke im Falle einer Realisierung des Sees zu stehen kommen würde, lasse sich nicht genau beziffern. „Sicher wäre es aber eine sehr viel kleinere Summe.“ Denn es wäre nur ein Teilabschnitt betroffen. Die technisch sehr aufwändige und teure unterirdische Querung des Kanals müsste nicht noch einmal neu gebaut werden.

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Einen Zielkonflikt könnte es bei einer Neuauflage der Lippesee-Planung auch mit dem Fischaufstieg am Lippewehr geben. Das 1,67 Millionen Euro teure Bauwerk war erst vor gut einem Jahr im Spätherbst 2013 seiner Bestimmung übergeben worden. „Die ursprüngliche Planung des Fischaufstiegs war mit dem Lippesee kompatibel“, sagte gestern Unternehmenssprecher Michael Steinbach. Möglicherweise habe es aber nach dem Bürgerentscheid im Jahr 2006 noch Planungsänderungen gegeben. Schließlich müsste das ganze Planfeststellungsverfahren für den Lippesee aber ohnehin ganz von vorne beginnen. Dabei seien dann die Bedingungen des jetzt vorhandenen Fischaufstiegs zu berücksichtigen.

Zum gegenwärtigen Zeitpunkt sehe er die Investition des Lippeverbands nicht gefährdet. - dfb

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