Ungewollt Lippesee-Debatte belebt - Kritik für SPD

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Stein des Anstoßes: Mit dieser Fotomontage stieg die SPD in die heiße Phase des Kommunalwahlkampfs ein.

HAMM - Der Steg vom Nordring zur Wasserkante am Kanal mit „Strandpromenade“ und Eventgastronomie ist der erste Baustein des „BaHammAs“-Konzepts der SPD. Dieses unlängst vorgestellte Konzept stößt nicht überall auf Gegenliebe.

Der Steg könne dann später bis zum Mitteldamm verlängert werden, sagte SPD-Oberbürgermeisterkandidat Dennis Kocker. Unter Einbeziehung des Ruderclubs sei ein Rundwanderweg denkbar, der wieder zur Strandpromenade am Kanal zurückführt.

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Mittelfristig sollen auch der Hans-Böckler-Platz und die angrenzenden Flächen der Museums- und Stadthausstraße aufgewertet werden. Damit wäre dann in einem zweiten Schritt der gesamte Bereich zwischen der Fußgängerzone (nördlich der Pauluskirche) und Kanal-Wasserkante aufgewertet, sagte Kocker. Ein weiterer Baustein könnte dann mit einem Masterplan für das westlich gelegene Thyssengelände unter dem Leitmotiv „Wohnen und Arbeiten am Wasser“ werden. Auch die gegenüber des Thyssengeländes direkt am Kanal gelegene Brachfläche – zwischen dem Fitness-Studio Aktivita und dem Computer-Unternehmen PC Planet soll nach dem Konzept der SPD für hochwertiges Wohnen erschlossen werden.

„Wir können die vorhandenen Wasserflächen nutzbar machen. Dafür müssen wir nicht einen Lippesee bauen, für den wir das Geld gar nicht aufbringen können“, sagte Kocker. Im Hafen der Nachbarstadt Münster sei das auch in hervorragender Weise gelungen. „Mir geht es auch darum, endlich Abschied vom Lippesee zu nehmen“, so der SPD-Politiker. Das Festhalten an dieser „nicht finanzierbaren“ Idee habe die gute Idee „Hamm ans Wasser“ schon lange genug blockiert. Acht wichtige Jahre seien bereits verloren gegangen.

Die FDP, die eine Wiedergeburt des Lippesees zu ihrem Wahlkampfthema gemacht hat, kritisierte das SPD-Konzept als „halbe Sache“. Das Konzept tauge nicht dazu, Hamm zu einem Anziehungspunkt in der Region zu machen, sagte gestern FDP-Kreisvorsitzender Ingo Müller. Nur eine „große Lösung“ mit Lippesee könne auch den Wirtschaftsstandort Hamm stärken und die City beleben.

Hier auf WA.de stieß Kockers Vorstoß auf wenig Gegenliebe: „Der Arme, ihm fällt auch nichts ein“, schreibt User maxx. „Ein anspruchsvolles Wahlprogramm wäre schon angebracht, ansonsten siegt dieser OB wieder“, gibt friedolin zu bedenken. Und Remmington Thunderknife schreibt: „Mal geschenkt, wie uninspiriert das wirkt (...), ist es schlicht tragisch, wie hier mit gröbstmöglicher Fahrlässigkeit echte, wichtige und sich geradezu aufdrängende Themen übersehen werden. Und „BaHammAs“ ist leider BeHämmErt. Sorry.“ Ein namenloser Eintrag lautet: „Hamm ist einfach zu blöd! Ich war heute am Phönixsee: Was für ein Volksauflauf! Was für ein Magnet“. - dfb

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