„Hamm ans Wasser“

FDP macht Lippesee in Hamm zum Wahlkampfthema

Die Vision vom Lippesee lebt nicht nur in den Köpfen vieler Hammer weiter.

HAMM - Die Hammer FDP macht einen neuen Anlauf für einen Lippesee in Hamm zum Wahlkampfthema. In der kommenden Legislaturperiode will FDP-Chef Ingo Müller eine Realisierung des 2006 in einem Bürgerentscheid abgelehnten Projektes klären lassen.

„Die gesamte Partei steht dahinter“, sagte Müller am Freitag im Rahmen einer Pressekonferenz. Am 25. Mai finden in NRW Kommunalwahlen statt.

Die Planungen von damals sollten, so Müller weiter, nicht einfach übernommen werden. So sei zum Beispiel der Hamm-Steg, der damals 12 Millionen Euro gekostet hätte, zu überdenken. „Wir müssen sehen, was an Fördermitteln möglich ist, wieviel am Ende der See die Stadt kosten könnte und dann die Frage beantworten, ob es uns das wert ist.“ Sehr wohl soll es wieder einen Bürgerentscheid geben, betonte Müller. Die Liberalen seien klar für einen Lippesee, aus der Bevölkerung erfahre man Zustimmung.

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Die Idee, in Hamm einen künstlichen See zu realisieren, hat schon eine lange Geschichte: In den 60ern und 70ern waren zwei Versuche, unter anderem der Bau des „Zwei-Schlösser-Sees“, aus unterschiedlichen Gründen gescheitert.

So könnte der Lippesee aussehen.

Der zuletzt im Rahmen des Masterplans verfolgte Ansatz des Lippesees war die Schaffung eines rund 43 Hektar großen innerstädtischen Sees, der aus Sicht der Stadtverwaltung neben vielseitigen städtebaulichen und freizeitorientierten Nutzungen auch eine Verbesserung des Hochwasserschutzes ermöglicht hätte.

Beim Bürgerentscheid am 18. Juni 2006 stimmten 56,9 Prozent gegen den See. Die Wahlbeteiligung lag damals bei 42,2 Prozent. - asc

Der Lippesee:

Der in Hamm geplante Lippesee, der von einem Bürgerentscheid verhindert wurde, wäre weniger touristische Attraktion als vielmehr ein Instrument des Hochwasserschutzes gewesen, wie Michael Steinbach vom Lippeverband erläutert. Er hätte die Funktion eines Hochwasserrückhaltebeckens erfüllt. Mit einer Fläche von 43 Hektar, was 65 Fußballfeldern entspricht, hätte er ein Volumen von 1 Million Kubikmeter Wasser gehabt. „Das Wasser hätte bei Hochwasser um einen Meter steigen können“, erläutert Steinbach. Das wäre eine beeindruckende Option gewesen, allerdings gebe es noch deutlich größere Rückhaltebecken.

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